Aberglaube

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Aberglaube

So mancher Aberglaube lässt sich als „ selbsterfüllende Prophezeiung “ verstehen.
Dieser soziologische Begriff bedeutet:
Wenn man fürchtet, dass am Freitag den 13. mehr schief geht als sonst, wird das auch passieren. Das eigene Verhalten führt dazu, dass sich die Erwartungen bestätigen.
Die Angst vor der Zahl 13 ist der vielleicht am weitesten verbreitete Aberglaube. Es gibt sogar einen psychologischen Fachausdruck dafür: „ Triskaidekaphobie “ heißt die übersteigerte Furcht vor der 13.
So lassen z.B. viele Hotels die Zimmernummer 13, viele Fluggesellschaften die Reihe 13 aus, um Probleme zu vermeiden.


Geburt und Kindheit:

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]
Böse Omen:

- Voraussicht des Geschlechts eines Babys.
- Von der Geburt einen Kinderwagen ins Haus holen.

Gute Omen:

- Das Kind wird am Sonntag geboren ( das ist der glückverheißendste Tag an dem man geboren werden kann ).
- Ein mit einer offenen Hand geborenes Kind wird später im Leben freigiebig.
- Schreit ein Baby bei der Taufe, bedeutet das Glück, denn das heisst, dass alle bösen Geister seinen Körper verlassen.

In den Vereinigten Staaten werden einem Baby manchmal noch eine Bibel und eine Flasche Whisky dargeboten. Greift das Baby nach der Bibel, wird es gottesfürchtig ( und vielleicht Geistlicher werden ). Greift es nach der Flasche, ist da keine Hoffnung.
Stirbt ein Zwilling bei der Geburt, wird der andere bald folgen, da sie sich eine Seele teilen. Alternativ erbt der andere die Stärke seines Zwillingsgeschwisters.

Im Hause:

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]
Gute Omen:


- Wenn man einen Löffel fallen lässt, dann ist Besuch zu erwarten.
- Lässt man eine Gabel fallen, ist der Besuch weiblich.
- Lässt man ein Messer fallen, wird man männlichen Besuch emfangen.
- Wenn 2 Frauen aus derselben Kanne Kaffee oder Tee einschenken, wird eine von ihnen vor Ende des Jahres schwanger.

Böse Omen:

- Vergisst man, vor dem Einschenken den Deckel auf eine Kaffee – oder Teekanne zu setzen, bedeutet das, dass ein Fremder mit schlechten Nachrichten kommt.
- Zerbricht man eine Tasse, kann man davon ausgehen, dass man am selben Tag 2 weitere zerbricht (es wird angenommen, dass Bruchschäden immer zu dritt erfolgen – wie viele andere unglückliche und glückliche Vorgänge). Das einzige Gegenmittel ist, die Köpfe zweier Streichhölzer abzubrechen.
- Christbaumschmuck nach dem Dreikönigsabend am Baum lassen.
- Den linken Schuh vor dem rechten anziehen.
- Lila Flieder, Weißdornblüten oder einen Ginsterzweig ins Haus bringen.
- Eine Fledermaus fliegt ins Haus.
- Pfauenfedern im Haus.
- Einen Spiegel im Zimmer zerbrechen bringt 7 Jahre Unglück. Grundlage ist der Glaube, dass sich der menschliche Körper alle sieben Jahre erneuert und es daher genauso lange dauert, bis alles Unglück verschwunden ist.

Vorsichtsmassnahmen:

- Nagel Dir ein Hufeisen an Deine Haustür ( wobei die beiden Enden aufwärts zeigen müssen ).
- Vor dem Frühstück dreimal niesen.
- Schütte Dir Dein Glas aus, wenn Du einen Trinkspruch ausbringen willst.
- Schütte Streichhölzer aus.

Auf der Strasse:

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]
Gute Omen:


- Dieselbe Person zufällig zweimal treffen, wenn man geschäftlich unterwegs ist ein besonders gutes Omen.
- Ein fremder Hund folgt Dir nach Hause.
- Einen Bleistift von der Straße aufheben.

Böse Omen:

- Einem Totengräber begegnen.
- Den Regenschirm fallen lassen.

Vögel und andere Tiere:

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]
Gute Vogel-Omen:


- Einen oder mehrere Vögel zur rechten sehen.
- Vögel nähern sich ( ja größer die Flughöhe, desto grösser das Glück ).
- Eine Taube, einen Pfau, ein Rotkehlchen, eine Schwalbe oder einen Specht sehen.
- Eine Möwe landet auf dem Schiff, auf dem man fährt.

Böse Vogel-Omen:

- Man sieht schwarze Vögel oder zur Linken.
- Vögel fliegen von einem fort ( sie nehmen das Glück mit sich fort ).
- Eine Möwe streift Dich mit den Flügel, das ist ein Zeichen des Todes.
- Elstern sind allgemein Unglücksvögel, obwohl das Vorzeichen von der gesehenen Zahlabhängt, wie in dem alten Vers:

Eine ist Leid, zwei ist Frohsinn,
drei eine Heirat, vier eine Geburt,
fünf ist eine Taufe, sechs der Tod,
sieben ist der Himmel, acht die Hölle,
und neun ist der Teufel in Person.

Gute Tier-Omen:

- Begegnung mit einer Ziege, einem gescheckten Pferd oder einer Schafherde ( besonders wenn man ein Seemann auf dem Weg zum Schiff ist ).

- Eine schwarze Ratte sehen.

- Begegnung mit jeder Art von Reptil.

Insekten und Spinnen:

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Es ist ein weitverbreiteter Glaube (sogar unter Imkern ), dass Bienenstiche Rheuma vorbeugen. Trotz der allgemeinen Phobie vor Spinnen, töten die meisten Leute keine, wegen des folgenden Verses:

Lass die Spinne laufen lebendig,
wenn dein Leben,
soll währen gedeihlich.


Gute Omen:


- Einen weissen Schmetterling sehen.
- Grillen hören.
- Einen Marienkäfer finden, besonders wenn er sieben schwarze Punkte hat.
- Einen Bienenstock geschenkt bekommen.
- Eine Biene fangen und halten und sie dann unversehrt freilassen.
- Eine kleine Spinne ( Glücksspinne ) auf der Kleidung oder dem Körper finden.
- Sehen, wie eine Spinne an der Wand oder einem Faden hochklettert.

Böse Omen:

- Drei gleiche Schmetterlinge zusammen sehen.
- Von einer Ameise gebissen werden.
- Auf eine Schabe treten.
- Von einer Wespe gestochen werden.
- Eine Grille oder Spinne töten.
- Sehen, wie eine Spinne auf den Boden fällt.

Wetter:

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Jede Art von Wetter bedeutet ein anderes Omen. Viele dieser Wetterglauben sind alt und werden durch Verse untermauert.

„ März trocken, guter Roggen. März nass, guter Weizen. “

Eine kurzfristige Voraussage war:

„ Ein schöner Samstag, ein schöner Sonntag, eine schöne Woche. “

Regen - Omen:

Der wichtigste Bestandteil des Wetters war der Regen (zumindest für die Bauern), daher gibt es hunderte von Regen-Omen. Z.B. soll Regen, der am 15. Juli fällt, 40 weitere Regentage anschließend voraussagen. Ein anderer Regenvers lautet wie folgt:

Wenn die Eiche vor der Esche blüht,
gibt’s nur einen Schauer.
Doch blüht die Esche vor der Eiche,
gibt’s einen richtigen Gruss.

Andere vertraute Vorzeichen für drohenden Regen:

- Das Vieh legt sich nieder.
- Roter Himmel am Morgen.
- Die Hähne krähen in der Abenddämmerung.
- Ein Kuckuck ruft anhaltend.
- Eine Katze niest.
- Ein Hof um den Mond.
- Juckende Hühneraugen.

Amerikanische Regen - Omen:

- Die Pferde drängen sich in einer Ecke der Weide zusammen.
- Das Krächzen von Krähen.
- Die Fische im Fluss beissen gern.
- Maulwürfe werfen mehr Hügel auf als normal.
- Bienen bleiben im Stock.
- Frösche quaken und Esel schreien.
- Schwalben fliegen tief.
- Tauben kreisen über dem Wasser.
- Truthähne nehmen Staubbäder.

Was man tun kann, damit es regnet:

- Auf eine Spinne, einen schwarzen Käfer oder eine Ameise treten.
- Farne schneiden.
- Wasser auf Steine sprengen.
- Mahl in einen Brunnen werfen und mit einer Rute umrühren ( ein altes französisches Ritual ).

Liebe und Heirat:

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Es gibt Aberglauben für jeden Aspekt der Liebe und Heirat, von der besten Gelegenheit für Verliebte, sich zu küssen ( beim Licht des aufgehenden Mondes ), über Prüfungen der Treue und Warnungen, sich vor der Hochzeit nicht miteinander fotografieren zu lassen, bis zu den Einzelheiten der Hochzeit selbst.
Mittwoch ist der beste Tag für eine Hochzeit, und einen Schornsteinfeger zu treffen ( selten heutzutage ) bringt Glück. Begegnet man am Hochzeitstag einem Schwein, bedeutet das Unglück. Geben sich junge Frauen immer noch alle erdenkliche Mühe, um einen Zukunftsblick auf ihren künftigen Ehegatten zu erhaschen ? Vielleicht nicht, obwohl die Anweisungen immer noch existieren:

Kehr die Schuhe der Strasse zu,
binde die Strumpfbänder um die Füsse,
lege die Strümpfe unter das Bett
und du wirst von dem Mann träumen,
den du heiratest.


Ein anderes Ritual soll in der Nacht vor Allerheiligen ausgeübt werden. Die junge Frau muss in ihr Zimmer gehen und auf dem Toilettentisch zwei Kerzen anzünden. Dann muss sie schweigend vor dem Spiegel stehen, ihr Haar kämmen und einen Apfel essen. Das Antlitz ihres künftigen Ehemanns wird im Spiegel zu sehen sein.

Essen:

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

- Wenn du mit Hochzeitskuchen unter deinem Kissen schläfst, träumst du von deinem künftigen Partner.
- Befestige verschiedene mögliche Antworten auf eine Frage an Zwiebeln, jeweils eine pro Zwiebel. Pflanze die Zwiebeln ein und warte ab, welche zuerst sprießt; die Antwort ist an dieser Zwiebel festgewachsen.
- Ein Eiweiss in ein zum Teil mit Wasser gefüllten Weinglas geben und leicht schütteln. Die Formen wie Teeblätter deuten.
- Lässt man zufällig ein Ei fallen und es zerbricht, kündigt das gute Neuigkeiten an; zerbricht das Ei nicht, kommen schlechte Nachrichten.
- Eine ungleiche oder gezackte Scheibe Brot ist ein sicheres Zeichen, dass die schneidende Person Lügen erzählt hat.

Tod:

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Wenn jemand stirbt, sollen die Uhren im Haus angehalten, die Vorhänge zugezogen und die Spiegel verhängt werden.

Vorzeichen für Tod:

- Eine Schere fällt hinunter und bleibt auf der spitze stecken.
- Ein Rabe fliegt zur Rechten oder zur Linken.
- Wenn man von einem Todesfall hört, wird man bald von einem weiteren hören.

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Allerlei über Katzen

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Um die Katze rankt sich so allerlei Aberglaube. Besonders die schwarze Katze wird als Überbringer von Unglück gesehen. Die bunten Katzen gelten dagegen als Glücksbringer.

Auch als Wetterprophetin und Orakel wird die Katze aber gesehen.

Das negative Bild der schwarzen Katze resultiert aus dem Mittelalter, wo man sie für Hilfsgeister der Hexen hielt. Und zur Zeit der Hexenverfolgungen wurden auch schwarze

Katzen gejagt, mit dem Ziel das Teufelsgetier auszurotten.

Wenn eine schwarze Katze einem über den Weg läuft, so bringt das Unglück. Um das zu verhindern, muss man drei Steine über die Katzenspur werfen oder auf einen Stein spucken.

Eine schwarze Katze bringt dem Haus Glück, eine dreifarbige Katze schützt vor Feuer.

Leckt sich die Katze gegen den Haarstrich, so folgt Regen. Frisst die Katze Gras, regnet es auch bald. Kratzt die Katze am Tischbein oder an einem Brett, dann wird es windig.

Geht sie längere Zeit nicht aus dem Haus, so wird es kalt.

Auch als Orakel kannst du deinen Stubentiger nutzen: Willst du eine Frage beantwortet haben, so lege fest, welche Pfote für ja und nein steht. Je nachdem, mit welcher Pfote die Katze durch die Tür kommt, heißt die Antwort auf deine Frage ja oder nein.

Brautzeit und Hochzeit

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Will ein Mädchen wissen, aus welcher Richtung ihr Bräutigam kommen wird, so zünde sie einen Besen an. Von dort, wohin der Rauch zieht, kommt er.

Eine etwas weniger feuergefährliche Form wäre diese hier: In der Weihnachtsnacht werfe ein heiratslustiges Mädchen einen Schuh über ihren Kopf. Wohin die Schuhspitze zeigt, zeigt woher er kommen wird.

Nach alter Tradition bringt es Unglück, wenn sich Braut und Bräutigam am Morgen vor der Hochzeit sehen.

Die Braut soll das Brautkleid nicht vor der Hochzeit anziehen, sonst löst der Bräutigam die Verlobung.

Die Braut soll Handschuhe und Kranz vor der Trauung in den Hut des Bräutigams legen, dann bekommt sie das Regiment im Hause.

Wenn es der Braut in den Kranz regnet, so wird sie viel Grund zum Weinen haben.

Die Braut tut Pimpernelle, Salz und Dill in ihren Schuh, hält während der Trauung den Fuß über den des Mannes und spricht leise vor sich hin: "Ich trete auf Pimpernelle, Salz und Dill; wenn ich rede, bist du still." Dann bekommt sie das Sagen in der Ehe.

Erlischt eine Kerze während der Trauung, stirbt einer der Brautleute früh, erlöschen an beiden Seite des Altars die Kerzen, sterben beide früh. Brennen die Kerzen nicht hell oder flackern stark, erleidet die neue Familie viel Leid in der Ehe.

Die Frau soll nach der Hochzeit vor dem Mann ins Haus treten und dreimal sprechen: " Ich bin der Wolf und Du das Schaf. " Auch so bekommt sie die Herrschaft über den Mann.

Dreht sich der Bräutigam oder die Braut nach der Trauung im Hochzeitszug um, so suchen sie sich einen anderen Mann oder eine andere Frau.

Will eine Frau die Oberherrschaft in der Ehe, so sorge sie dafür, dass sie ihren Fuß zuerst über die Schwelle setzt. Aber sie soll auch nicht zu weit vorlaufen, sonst muss sie später im Hause alles alleine machen.

Wenn sich ein starker Wind erhebt und der Schleier der Braut auffliegt, werden sich die Eheleute nicht gut vertragen.

Wirft die Braut nach der Trauung ihren Brautstrauss in die Schar der Hochzeitsgäste, so wird jenes Mädchen als nächste heiraten, die ihn auffängt.

Kommen ein Hochzeitszug ( Brautauto ) und ein Leichenzug ( Leichenwagen ) zusammen, so stirbt bald einer der Ehepartner.

Bekommt das Brautpaar ein Messer geschenkt, so bringt das Unglück. Es heisst, dass die Liebe der beiden zerschnitten wird. Das Brautpaar kann aber gegen dieses drohende Unheil angehen, indem es dem Überbringer des Messers eine Münze schenkt. Man denke nur an die vielen Besteckkästen die zu Hochzeiten gerne verschenkt werden !

Über Geld

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Wenn man eine Geldbörse verschenkt, so muss man einen Glückspfennig hineingeben, sonst bringt das Geschenk Unglück. Außerdem heißt es, das Geld würde sich sonst nicht vermehren.

Juckt deine linke Hand, so wirst du heute unerwartet Geld bekommen.

Fällte eine Münze auf den Boden, heißt es: " Liegt Geld auf dem Boden, geht es zur Tür hinaus. "

Glück und Unglück

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Es bringt Unglück, wenn man ein Messer findet. Also unbedingt liegen lassen !

Siehst Du auf der linken Seite deines Weges eine Schafherde, so heisst es:

" Schafe zur Linken, das Glück wird dir winken. "

Wenn man am Abend den Kehricht aus dem Haus trägt, so trägt man das Glück aus dem Haus.

Ein Hufeisen über die Aussentür der Wohnung genagelt bringt Glück und hält böse Einflüsse fern. Hängt man es aber mit der Öffnung nach unten, fällt das Glück heraus.

Beim Einzug in eine neue Wohnung sollte man Brot und Salz als erstes hineintragen, damit Glück und Segen in der neuen Wohnung herrschen. Ausserdem wird man an diesen Dingen später keinen Mangel haben.

Über Blumen

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Margeriten:

Jeder kennt das Spiel ... er liebt mich, er liebt mich nicht. Darüber hinaus soll ein Margaritenstrauss Freude und Harmonie ins Haus bringen.

Tulpen:

Tulpen sollen gebrochene Herzen heilen können. Nach einem Streit sollen Tulpen die Versöhnung herbeiführen.

Rosen:

Sie gelten als Blumen der Liebe. Ein roter Rosenstrauss ist eine Liebeserklärung. Sind die Rosen aber gelb, heisst das, ich liebe eine/n andere/n, sind sie weiss heisst das, ich liebe dich nicht.

Gänseblümchen

Steckt sich ein Mädchen Gänseblümchen ins Haar, so heißt das, sie will nicht heiraten.

Über die Treue

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Um die Treue eines Mannes testen zu können, gibt es einen unter Umständen teuren Weg, dies herauszufinden. Schenke deinem Liebsten einen Saphir. Ist er untreu, wird der Stein erblinden und seinen Glanz verlieren. Wird er den Stein verlieren, so wird er dich verlassen.

Ewas preiswerter ist folgender Weg: Pflücke ein frisches Blatt Basilikum und halte es über eine Kerze. Wenn es gar nicht oder langsam verbrennt, ist die Liebe stark. Verbrennt es aber zischend und krachend, ist es mit der Treue nicht so weit her.

Schwangerschaft und Geburt

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Die Wiege eines Kindes darf vor der Geburt nicht geschaukelt werden, sonst weint das Kind später viel.

Eine Schwangere soll essen, was ihr schmeckt, damit das Kind später nicht wählerisch beim Essen wird.

Legt ein Huhn ein Ei ohne Dotter, so muss man das Ei über das Nachbarhaus werfen, sonst bekommt ein altes Weib ein Kind.

Man behüte eine schwangere Frau vor Ärger oder Schrecken und verschone ihr Haus vor Belästigungen. Schwangere Frauen dürfen sich nicht vor einem hässlichen Menschen oder vor einem Tier erschrecken, wenn sie sich nicht "versehen" wollen, das heißt, wenn nicht das zu erwartende Kind ein hässliches Aussehen bekommen soll.

Dem neugeborenen Kinde bindet man auf die rechte Hand ein rotes Band, damit es nicht " beschrien " wird.

Kleine Kinder soll man nicht messen, nicht durch ein Fenster heben und nicht über sie hinweg springen oder über sie steigen, sonst wachsen sie nicht mehr.

Eine Schwangere soll nicht unter einer Wäscheleine hindurch gehen, sonst wickelt sich die Nabelschnur um das Kind.

Eine Frau, die ein Kind erwartet, darf bei einem Brand in der Aufregung nicht mit der Hand über ihr Gesicht fahren, sonst bekommt das Kind im Gesicht ein Feuermal.

Wenn man eine Wöchnerin besucht, besprenge man sie mit Weihwasser und mache das Kreuzzeichen, damit das Kind und die Mutter gesund bleiben und ihnen kein Unglück zustösst

Eine Ketten aus Fuchs- oder Wolfszähnen dem Kind um den Hals gehängt, wird ihm das Zahnen erleichtern.

Kindern unter einem Jahr soll man die Fingernägel nicht schneiden, sondern abbeissen, schneidet man sie, wird das Kind ein Dieb.

Über Tod und Beerdigungen

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

In einen Sarg soll nichts mit einem Namenszug gelegt werden, sonst stirbt die Familie, dessen Namenszug drauf steht daraufhin aus. Mir fiel eben gerade Hugo Boss, Giorgo Armani etc. ein. Leben da noch welche ?

Wenn an Allerheiligen noch eine Rose im Garten blüht, so stirbt jemand aus der Familie.

Fällt jemandem ein Gegenstand in das Grab, so heißt es, dass er auch bald sterben wird.

Wenn sich das Käuzchen auf ein Haus setzt und schreit, wird bald jemand sterben im Haus.

Verliert eine Familie ein Kind, so soll sie dem nächsten nicht den selben Namen geben, sonst wird auch dieses Kind sterben.

Nach einem Todesfall sollen in dem Haus keine Türen zugeschlagen werden, da das den armen Seelen weh tut.

Beim Leichenschmaus läßt man einen Platz für den Verstorbenen frei und deckt auch für ihn.

Bei einer Feier sollte man auf die Gästezahl achten, sind 13 Gäste auf einer Feier, stirbt einer davon bald.

Bestimmte Tage im Jahr

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Walpurgisnacht - 30. April

Natürlich gab es auch abergläubische Bräuche, mit denen sich die Menschen gerade in der Walpurgisnacht gegen die Hexen schützen wollten:

Wenn in der Walpurgisnacht mit geweihten Glocken ( also mit Kirchenglocken ) geläutet wird, dann können die Hexen, die an den Kreuzungen ihre Tänze in Gegenwart des Teufels abhalten einem nichts anhaben.

Um sein Vieh und seine Häuser zu schützen wurde in dieser Nacht geweihtes Salz auf die Türschwellen der Ställe und Häuser gestreut.

Die Besen wurden in dieser Nacht mit dem Reisig nach oben aufgestellt. Mancherorts war es üblich, dass junge Männer peitschenknallend durch die Strassen zogen.

Wer in der Walpurgisnacht einen Gundelrebenkranz trug ( Gundermann oder Gundelrebe ist ein Kraut das überall wächst ), erkannte angeblich alle Hexen !

Eine Bauernregel besagt: Ist die Hexennacht voll Regen, wird's ein Jahr mit reichlich Segen!

Wer wissen wollte, ob der Geliebte treu bleibt, der pflanzte in der Walpurgisnacht zwei Vergissmeinnicht auf einen Stein mit etwas Erde. Wuchsen die beiden Pflanzen aufeinander zu, so würde der Geliebte treu bleiben und eine Hochzeit bevorstehen.

Die Eisheiligen - 11. bis 13. Mai

Sie heißen Pankratius, Servatius und Bonifatius. Gerne wird noch der 14. Mai mit der " kalten Sophie " angehängt.
Erst nach den Eisheiligen darf im Garten gepflanzt werden.

Am 1. Mai darf man nicht backen, weil sonst der Regen ausbleibt.

Siebenschläfer - 27. Juni

Wie an diesem Tag das Wetter ist, so wird es die nächsten sieben Wochen bleiben.

Hundstage - 23. Juli bis 24. August

Dise Tage sind nacht Sirius, dem Hundsstern benannt, der in dieser Zeit am Himmel steht.

Hundstage voller Sonnenschein, wird das Jahr recht fruchtbar sein.
Wenn die Hundstage Regen bereiten, kommen bald magere Zeiten.

Andreas - Tag

Der Andreastag ist der kirchliche Beginn der Adventszeit. Junge Mädchen können in dieser Nacht erfahren, wer ihr Zukünftiger sein wird. Um ihn im Traum zu sehen, legen sie einen angebissenen Apfel unters Kopfkissen. Dann müssen sie mit dem linken Fuss zuerst rückwärts ins Bett steigen und dabei den Spruch sagen:

'" Heiliger Andreas, ich bitt dich, Bettstatt, ich tritt dich, lass mir erscheinen den Herzallerliebsten mein ! "

Oder sie konnten auch am Hühnerstall horchen. Hörten sie zuerst den Hahn schreien, bedeutete das eine baldige Hochzeit. Gackerte ein Huhn, sollte sie lange ledig bleiben.

Barbara-Tag - 4. Dezember


Der 4. Dezember ist der Hl. Barbara gewidmet. An diesem Tag werden Kirschbaumzweige geschnitten und in eine Vase gestellt, die dann genau an Weihnachten blühen. Junge Mädchen, die nicht wissen, für welchen Bewerber sie sich entscheiden sollen, stellen am Barbara-Tag zwei Zweige ins Wasser und beschriften diese mit den Namen. Der Zweig, der zu erst blüht, sagt ihr den Namen des Richtigen.

Die Rauhnächte - 25.Dezember bis 6. Januar

Jene Zeit also, die auch als " Zwischen den Jahren " bezeichnet wird. In diesen Tagen darf keine Wäsche gewaschen werden, wenn man Unglück, Leid und Tod vom Haus abhalten will.

Weihnachts- und Neujahrsbräuche

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Oftmals werden Mistelzweige in der Weihnachtszeit über Türen aufgehängt. Trifft ein Junggeselle seine Angebetete unter diesem Mistelzweig, so darf er sie ohne zu fragen küssen.

Am Hl. Abend sollten siebenerlei verschiedene Sachen gegessen werden, damit Gesundheit und Glück einkehren. Andernorts wird auch von neunerlei Speisen berichtet.

An Silvester soll Erbsenbrei gegessen werden, so wird Reichtum und Wohlstand im nächsten Jahr einkehren ins Haus.

An Neujahr soll Schweinefleisch gegessen werden. Das ( Schwein ) bringt Glück. Isst man Geflügel, so fliegt es davon.

Über Reisen

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Wenn ein Pferd auf dem Antritt zu einer Reise ohne näheren Grund laut wiehert, soll man lieber umkehren, es bedeutet nichts Gutes. Ich würde das glatt auf die heutige Zeit ummünzen und behaupten, wenn der Motor merkwürdige Geräusche von sich gibt, sollte man die Reise gar nicht erst antreten.

Wenn Du auf dem Weg bist, um jemanden zu besuchen und ein Vogel fliegt über Deinen Weg, vergiss den Besuch, der " Jemand " ist nicht zu Hause.

Es bringt Unglück, wenn man von einer Reise umkehrt, um noch etwas Vergessenes zu holen.

So dies und das

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Es wird jemand aus deiner Familie oder aus dem Freundeskreis sterben, wenn Dein Hund auf den Hinterbeinen sitzt und heult. (Er spürt das Herannahen von Hekate, sagt man ).

Wenn die Hunde des Nachts arg heulen, so brennt es bald irgendwo in der Nähe, besonders gern in dem Haus, vor dem sie am längsten heulen.

Wenn du dir den Ellbogen stösst, bekommst du Besuch und wenn es ganz doll weh tut, kommt der Besuch von weiter weg.

In der Nacht soll man im Hofe keine Wäsche hängen lassen, sonst fährt die Hexe durch.

Wenn einer Warzen hat, so achte er während der Heiligen Wandlung in der Sonntagsmesse darauf, ob jemand unachtsam ist und spricht. Ist dies der Fall, so streiche er über die Warze und spreche:

" Was ich sehe ist Sünd, was ich berühre, vergehe geschwind ! "

Danach wird er seine Warzen los werden und der unandächtige Schwätzer wird sie bekommen.

Bekommt man einen Ableger oder Pflanzensamen geschenkt, so soll man sich dafür nicht bedanken, sonst geht der Ableger oder Samen nicht an. Noch besser sollen geklaute Ableger und Samen angehen.

Hier noch was ganz Spezielles

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Den zukünftigen Beruf eines Kindes erfährt man, wenn man an seinem ersten Geburtstag verschiedene Gegenstände vor das Kind legt. Den Gegenstand, den es zuerst greift, wird seinen Beruf verkünden. Zum Beispiel also:
Man lege ein Gebetbuch, ein Geldstück und ein Schnapsglas auf den Tisch ... ( man sollte sich die Auswahl schon sehr gründlich überlegen... greift das Kind zum Gebetbuch, wird es eine Pfarrer, greift es zur Münze, wird es wohlhabend, greift es zum Schnapsglas wird es ein Säufer.

Osterbräuche

[verlinkte Grafik wurde nicht gefunden]

Gründonnerstag

Der Gründonnerstag war der Tag, an dem frische Kräuter auf den Tisch kamen. Ich selbst pflege diese Tradition, indem es da bei mir immer die erste Grüne Sosse gibt. Traditionell wurden an diesem Tag auch gerne Kräuterpfannkuchen gebacken oder eine Suppe aus verschiedenen Kräutern gemacht.

Wer neunerlei Kräuter isst, wird kein Fieber bekommen. Und wer will, dass ihm das Geld nicht ausgeht, der sollte Honig, Hirse und Linsen essen. Ein Apfel mit Stumpf und Stiel gegessen, garantiert Gesundheit für das ganze Jahr.

Die am Gründonnerstag gesäten Kräuter und Pflanzen gelten als widerstandfähig und sollen auch vor Frösten geschützt sein. Die Heilkräuter, die an diesem Tag gesetzt oder gesät werden sollen eine besonders starke Heilkraft haben

Der Name Gründonnerstag leitet sich aber trotzdem nicht von dem Wort " grün " ab, sondern von dem Wort " greinen " ( weinen ) ab. Er hiess früher Greindonnerstag. An diesem Tag durften Sünder, die seit dem Aschermittwoch Busse taten, erstmals wieder am Gottesdienst teilnehmen, wo ihnen ihre Schuld vergeben wurde.

Den an Gründonnerstag gelegten Eiern wird nachgesagt, dass sie länger halten und nicht faulen würden. Ausserdem schützen sie Haus und Hof vor Blitzschlag. Brot sollte man allerdings an diesem Tag nicht backen, sonst bliebe der Regen aus. Und auch keine Wäsche aufhängen, denn das führe zu Todesfällen in der Familie.

Karfreitag

Über den Karfreitag gibt es sehr widersprüchliche Ansichten. Einmal gilt der Karfreitag als Tag der Kreuzigung Jesu und wird somit als Unglückstag angesehen. Vorsicht bei allen Geschäften und Erledigungen sei deshalb angesagt. Andererseits ist er ein Tag des Frühlingsanfangs und mit Vorbereitungen in Haus und Hof verbunden.

Eine Frau, die an Karfreitag etwas Mehl, vermischt mit abgeriebenem Brot, isst, soll das ganze Jahr nicht schwanger werden.

- Wer an Karfreitag stirbt, wird selig.

- Alles was an diesem Tag gesät wird, gedeiht prächtig.
- Man sollte Fingernägel und Haare an diesem Tag schneiden.
- Die Reinigung des Hauses an diesem Tag gilt als besonders wirkungsvoll.

Karsamstag

Karsamstag endet die Fastenzeit. Es sollten Erbsen gesät werden und schwere Gegenstände gehoben werden, weil man davon an diesem Tag besondere Kraft bekäme. Das Hufeisen sollte an diesem Tag an die Tür genagelt werden. ( Natürlich mit der Öffnung nach oben, denn sonst fällt das Glück heraus ! )

Ostersonntag

Ostern ist auch im übertragenen Sinn das Fest der Auferstehung. Das Fest der erwachenden Natur, die im Winter scheinbar gestorbenen Natur.

Man glaubte, dass an Ostern die Sonne beim Aufgehen einen Freudentanz mache. In manchen Gegenden gingen die Menschen auf einen Berg oder ans Meer, um die aufgehende Sonne vor Freude springen zu sehen. Wer dieses Ereignis nicht sehen konnte, galt als verhext.

An Ostern sollte jeder ein Ei essen. Aus diesem Grunde werden diese auch verschenkt und wie vieles Heilbringende müssen Ostereier gesucht werden. Da in der Fastenzeit keine Eier gegessen werden durften, sammelten diese sich in großen Eierbergen an. Eier, die man nicht selbst verwerten konnte wurden erst gekocht und dann verschenkt.

Junge Mädchen schenkten ihrem Liebsten ein oder mehrere Eier. Dabei kam es ganz besonders auf die Farbe und auf die Anzahl an.

Mit einem grünen Ei signalisierte sie ihre Hoffnung, mit einem gelben drückte sie ihre Eifersucht aus, mit einem blauen Ei wollte sie seine Treue beschwören und mit einem roten Ei bekräftigte sie ihre Liebe. Schenkte sie ihrem Freund sechs Eier, so bedeutete das, dass sie ihn heiraten möchte.


 

powered by Beepworld