Hexenfeste

Samhain ( 31.10.2008 / 01.11.2008 )
Samhain, das keltische Hexen - Neujahrsfest, ist die Sommerwende, da mit diesem Jahresfest die stille Jahreszeit beginnt. In Form von Herbststürmen fegen Göttin und Gott über das Land. Zum letzen Mal huldigt man in diesem Jahr der Fruchtbarkeit und dem Jagdglück.
Samhain ist die Zeit, in der die Natur " stirbt ", um sich auf Ihre Wiedergeburt im Frühjahr vorzubereiten.
Daher verabschieden wir den Gott ( die Sonne / das Licht ) in die Unterwelt, welche er durchwandert bis zu seiner Wiedergeburt durch die Göttin an Yul ( 21.12 ). Alles Leben reduziert sich auf ein Minimum und zieht sich zurück in das Erdreich, den Schoss von Mutter Erde, der Göttin. Die Zeit der Fülle ist vorbei, man ist auf das angewiesen, was man sich im vergangenen Jahr erarbeitet hat, um die dunkle Zeit zu überstehen. Die Zugvögel sind nun in ihre Winterquartiere gezogen, die Tiere begeben sich in den Winterschlaf oder die Winterruhe und Stille kehrt draussen ein. Die im Spätsommer geernteten Früchte werden eingemacht und es beginnt die Zeit der Pflege, sowie Reparaturen der Gegenstände, welche im Frühjahr wieder bereit sein müssen.
Auch der Mensch zieht sich in sein Haus zurück. Die Zeit der Aussenaktivitäten und Ausflüge ist vorbei. Der Mensch hat mehr Zeit für Mussestunden im Kreise der Familie, auf warme Getränke und Gebäck bei einem guten Buch und Kerzenlicht.
Es ist die Zeit des Nachdenkens über das vergangene Jahr und den jetzigen Zustand. Der Mensch ist mehr mit seinem Inneren, seiner inneren Stimme verbunden.
Die dunkle Zeit beginnt. Jetzt ist nicht nur die Zeit, in der Mensch morgens im Dunklen aus dem Haus geht und abends im Dunklen heimkommt, sondern auch die Zeit, in der Mensch viel intensiver mit seinem Unterbewusstsein verbunden ist.
Als " Leitspruch " für Samhain könnte man folgendes nehmen:
Wir gehen vom Aussen ins Innen, um uns auszuruhen und uns vorzubereiten für die Rückkehr ins Aussen.
Dies ist auch die Nacht, in der der Schleier zwischen der Welt der Toten und dem Reich der Lebenden ganz dünn ist und die Tore zur " Anderwelt " sich öffnen. Dem alten Glauben nach können die Verstorbenen in dieser Nacht frei auf der Erde wandeln. Deshalb gedenken wir In dieser Nacht der Ahnen und vergegenwärtigen uns unsere eigene Sterblichkeit.
Nach den alten Traditionen wurde das Geheimnis der Samhain - Nacht folgerndermassen überliefert: Sie steht für das Versprechen des Lebens nach dem Tode und der Wiedergeburt. Nachdem wir im Garten der Göttin gespielt haben, heisst uns der Gehörnte in seinem Reich willkommen.
Und so könnte ein Samhain - Ritual aussehen:
Zu Beginn wird ein Schutzkreis im Lauf der Sonne gezogen, vom Osten über den Süden zum Westen nach Norden. Durch die verbleibende Lücke betreten die Teilnehmer den Kreis, wobei sie durch Rauch ( Salbei / Olibanum ) gereinigt werden. Anschliessend wird der Kreis geschlossen und die Elemente gerufen, beginnend im Norden / Erde oder Osten / Luft. Jetzt werden Göttin und Gott in den Kreis gebeten und eine Kerze für den Gott / das Licht entzündet.
Als nächstes verabschieden wir den Gott / die Sonne in die Unterwelt und danken ihm für Licht und Wärme des vergangenen Jahres. Anschließend bitten wir die Göttin um Führung und Erkenntnis, das aus der nun folgenden dunkelsten Zeit des Jahres das Licht/der Gott wiedergeboren wird, so wie auf den Tod die Wiedergeburt folgt. Symbolisch für den Tod des Gottes, und seinen Antritt der Reise in die Unterwelt, wird die Kerze durch abdecken zum verlöschen gebracht.
Nun treten die Teilnehmer einzeln vor um ihre vorbereiteten Opfegaben dem Feuer zuübergeben oder auf den Altar zu legen. Dabei handelt es sich um kleine Päckchen mit Kräutern, sowie einem Zettel auf den man die Dinge notiert hat die man loslassen bzw. in seinem Leben wandeln will.
Anschliessend werden Brot und Wein gesegnet und Göttin und Gott mit einem Teil als Opfer gedankt, dann werden Brot und Wein an die Teilnehmer verteilt. Auch den Elementen wird für ihre Teilnahme an dem Ritual mit einem kleinen Opfer gedankt. Nun wird sich nochmals bei Göttin und Gott für ihre Teilnahme an dem Ritual gedankt und sie werden entlassen, dann werden die Elemente in der umgekehrten Reihenfolge aus dem Kreis entlassen.
Zum Schluss wird der Kreis aufgehoben, beginnend im Osten über Norden zum Westen nach Süden und zurück in den Osten ( " Der Kreis ist offen, doch ungebroche ! " ). Schliesslich verlassen die Teilnehmer den Kreis und begeben sich zum ausgelassenen Feiern.
Hier findest du die wichtigsten Hexenfeste auf einem Blick !
2. Februar : Imbolc. Wiederkehr des Lichtes
21. März : Frühlings-Tag- und Nachtgleiche.Nächte werden kürzer und die Tage länger
30. April: Beltane. Symbolisiert Fruchtbarkeit und Wachstum
6. Mai : in Irland gilt dieser Tag als Beginn des Sommers
21.Juni : Sommersonnenwende. Kürzeste Nacht des Jahres
24. Juni : Johannisfest. Skandinavische Sommersonnenwende
3. Juli : Cerridwen. Fest zu Ehren der Fruchtbarkeitsgöttin Cerridwen
15. August : Mariä Himmelfahrt. Wichtiger Termin zu Sammeln von besonders heilkräftigen Kräutern
23. September : Tag- und Nachtgleiche ( Mabon ). Erntedankfest
31. Oktober. Samhain Halloween Keltisches Neujahrsfest
21. Dezember : Wintersonnenwende. Lichtfest
Und hier in ausführlicher Form !
2. Februar : Imbolc
Es ist ein Fest der Reinigung und des Lichts und war der keltischen Göttin Birgid geweiht. Auch im Alten Rom wurde dieser Tag, der hier zu Ehren der Göttin Februa begangen wurde, mit Kerzen und Fackeln als Zeichen der Reinigung und Sühne begangen
.
21. März : Frühlings-Tag- und Nachtgleiche
Es ist das große Frühlingsfest, an dem die Nächte endlich wieder kürzer und die Tage länger werden. Es ist eine zeit des Neuanfangs- wie den Frühjahrsputz und die Frühjahrsdiät zur Reinigung und Entschlackung des Körpers. Im germanischen berech war dieser Tag der Göttin der Morgenröte und des Frühlings, Ostara, geweiht.
30. April : Beltane
Es symbolisiert Fruchtbarkeit und Wachstum. Deshalb wurden früher nicht nur Menschenopferdargebracht, sondern wichtiger Höhepunkt war die rituelle Vereinigung der Frühjahrsgöttin mit dem Gehörnten in der Nacht zum 1. Mai. In dieser Nacht gezeugte Kinder galten als seherisch begabt und mit allerlei Zauberkräften ausgestattet. Zuvor wurde jedoch die Beltanefeuer angezündet, über die die Paare sprangen, um im neuen Jahr vom Glück begünstigt zu sein. In der Walpurgisnacht, die bei uns gefeiert wird, treiben der Überlieferung nach dunkle Mächte ihr Unwesen. So sollen sich in dieser Nacht die Hexen auf dem Blocksberg versammeln und ihren Hexensabbat abhalten. Mit beiden Maifesten wurde das frische Grün und Blühen der Natur gefeiert.
In Irland - 6.Mai : Inghean Bhuighe
Beginn des Sommers in Irland.Es ist der irischen Göttin des Sommeranfangs geweiht, zu ihren Ehren werden an einem heiligen Brunnen Rituale abgehalten.
21. Juni : Sommersonnenwende ( Litha )
Die Sonne steht am höchsten Punkt und die Nacht ist die kürzeste des Jahres. Auch bei diesem Fest spielt das Feuer eine große Rolle. Der Sprung über es soll das ganze Jahr vor Krankheit schützen. Kräuter, die um die Sommersonnenwende herum gesammelt werden, haben eine besondere Kraft- zu den wichtigsten Sonnenwendenkräutern gehören Kamille, Thymian, Beifuß, Arnika, Ringelblume und das Johanniskraut .
3. Juli :
Der 3. Juli ist der Fruchtbarkeitsgöttin Cerridwen geweiht. Ihr mystischer Begleiter ist das Schwein.
2. August : Lammas
Das Fest der Fülle und des Überflusses ist ein Erntedankfest.
15. August: Mariä Himmelfahrt
Im August werden zahlreiche Heilkräuter gesammelt. Mariä Himmelfahrt am 15. August ist ein wichtiger Termin für das Einbringen besonders heilkräftiger Pflanzen. Allerdings gab es diesen Brauch schon lange vor Entstehung des Christentums, denn die Kräuterhexen und weisen Frauen wussten um die besondere Macht der Gestirne, die diese um die Spätsommerzeit an die Pflanzen weitergeben.
23. September : Tag- und Nachtgleiche ( Mabon )
Das Fest ist ein feierlicher Abschied vom Sommer und eine innerliche Vorbereitung auf den Winter.( Erntedankfest )
31. Oktober : Samhain - Halloween
An diesem Tag beginnt das Hexenjahr mit dem Fest Samhain, dem ursprünglichen keltischen Neujahrsfest. An diesem Tag werden Ritualgegenstände geweiht und neue Hexen initiiert. Die Kelten glaubten, dass in dieser Nacht Saman, der Herr des Todes, die bösen Seelen zu sich rief. Deshalb wurden Schutzfeuer entzündet, um die Geister zu bannen.
21. Dezember : Wintersonnenwende
Die längste Nacht des Jahres und die darauffolgende Rückkehr des Lichts wird an diesem Tag gefeiert.