Teufel/Satan

Teufel / Satan
Wer ist der Teufel ?
Der Teufel, als Urgestalt des Bösen, ist ein gefallener Seraphim, der einst der göttlichen Engelsriege angehörte.
Der Teufel hat in Schlangengestalt Adam und Eva dazu verführt, von der Frucht der Erkenntnis zu essen. Ein Seraphim wird im Alten Testament als schlangenähnliches oder Drachenähnliches Wesen dargestellt.
Der gefallene Seraphim, von dem das Alte Testament spricht, wird Leviatan ( ein Drachenwesen ) genannt. Im Neuen Testament ( Johannes Offenbarung ) wird der Teufel deshalb als der alte Drache bezeichnet.
Er war einst auch nicht der mächtigste Engel, denn die offizielle Interpretation der christlichen Theologie zu Jesaja 14,12 trifft vermutlich nicht zu.
Nach alter christlicher Auslegung wird der gefallene Morgenstern, der in diesem alttestamentarischen Vers beschrieben wird, mit dem Teufel gleichgesetzt. Morgenstern heisst im Lateinischen " Luzifer " und kann auch als Lichtbringer übersetzt werden.
Dieser Morgensterninterpretation stehen jedoch Verse im Neuen Testament entgegen, in denen Jesus, beziehungsweise die Apostel, von der Sendung des Morgensterns, als positives Element sprechen ( im NT könnte theoretisch auch der Heilige Geist damit gemeint sein ). Jesus benutzt in der Johannes Offenbarung den Namen Morgenstern als Bote für seine Neue Welt, die er errichten wird. Also ein positiver Begriff. Morgenstern wird im NT im Gesamtbild positiv dargestellt und ist deshalb im Alten Testament nicht umkehrbar.
Jesaja 14,12 spricht zwar von einem gefallenen Morgenstern, doch ist dies nur als Gleichnis für den babylonischen König zu interpretieren. Weder der Vers 14,12, noch sein Textumfeld in dem betreffenden Kapitel lassen den Schluss zu, dass man den gefallenen Morgenstern mit dem Teufel gleichsetzen kann. Hier ist nur die Rede von einem Menschen. Zudem ist " Luzifer " nachweislich ein römischer Mythos, der mit dem biblischen Widersacher nichts gemeinsam hat.
Die alte Kirchenauslegung zu Jesaja 14,12 geschah unter Berücksichtigung von Hesekiel 28. In Hesekiel 28 wird das Gleichnis eines gefallenen Kerubim verwendet.
Nun wissen wir, dass das, was wir eigentlich als Teufel verstehen, ein Seraphim ist. Aber selbstverständlich gibt es auch gefallene Kerubime, wie uns Hesekiel 28 bestätigt. Im Gegensatz zu Jesaja 14,12 enthält dieses Kapitel eine unverkennbare Darstellung eines gefallenen Engels, die wiederum in Jesaja 14,12 fehlen. Deshalb ist Hesekiel 28 nicht auf Jesaja 14,12 übertragbar.
Der Teufel war also kein Lichtbringer, dies steht nur den Erzengel zu !!!
Die gesamte Interpretation von der lichtbringenden Macht des Teufels geht nur auf Jesaja 14,12 zurück !!!
Zweifellos ist der Teufel mächtig, man sollte ihn auf keinen Fall unterschätzen, da wir nur Menschen sind. Jedoch ist er kein gefallener Erzengel, sondern nur ein gefallener Engel, der seine gesamte Macht aus dunklen Bündnissen zieht, sei es mit anderen Dämonen oder Menschen.
Das Böse organisiert sich in Verbünden und Bündnissen, die im Gesamten den eigentlichen Teufel darstellen. Der Begriff Teufel ist deswegen nicht an einem einzigen bösen Subjekt zu manifestieren.
Aus der Johannes Offenbarung wissen wir, dass einige Engel gegen Gott rebelliert haben. Die Offenbarung spricht hier vom alten Drachen und seinen Dämonen, sie alle sind gefallene Kerubime und Seraphime.
Ohne seine Dämonen hätte der alte Drachen keine Macht. Dies wird dadurch bestätigt, dass der alte Drache nur mit Hilfe seiner Dämonen rebellieren konnte und nicht allein, was aussagt, dass der alte Drache nicht der mächtigste der Engel war.
Das Böse hat also im Verband versucht gegen Gott zu intervenieren. Selbiger Verband exsistiert immer noch, ohne diese Vereinigung häötte das Böse keine Macht. Die Bestätigung finden wir im Neuen Testament.
Im Neuen Testament ist zulesen, wie Jesus auf einen Mann trifft, der von mehreren unreinen Geistern besessen ist, die sich selbst " Legion " nennen. Dies ist ein Beleg für einen Verband oder Bündnis aus Dämonen. Allein haben sie keine Macht. Gott steht über ihnen, dies beweist die Austreibung und Heilung, die Jesus vorgenommen hat.
Es gibt in der Hölle kein Feuer, das Neue Testament spricht eindeutig von Zähneklappern, also Kälte. Auch ist der Teufel nicht der Herr über die Hölle, auch das ist nur ein Märchen.
Die Offenbarung des Neuen Testaments spricht eindeutig davon, dass der Teufel in die Hölle geworfen wird und dass Jesus und seine Erzengel den Schlüssel zur Hölle besitzen.
Der Widersacher ist also nichts weiter als ein Gefangener der Hölle, der keine Macht mehr besitzt, sobald er gefangen wird.
Fazit:
Nur durch unseren Aberglauben erlangt der Widersacher Macht über uns. Er gaukelt den Menschen unermessliche Macht vor, wo keine ist, um den Menschen dann zu verführen. Nur über den Menschen gelangt der Widersacher an Macht, die aber nur weltlich ist und von daher der göttlichen Macht stets unterlegen.
Den Teufel als Lichtbringer zu bezeichnen, ist in der Aussage selbst widersachlich gegenüber der Bibel.
Also die Frage nach dem Teufel ist genauso, wie die Frage nach Gott.
Wenn man dran glaubt, gibt es ihn für einen, wenn nicht, eben nicht.
Ich persönlich glaube nicht an den Teufel, aber an das Böse im Menschen. Wenn man einfach andauernd böse ist, wird es einen irgendwann beherrschen und man bleibt so. Aber andererseits gibt es auch das Gute im Menschen.
Und meiner Meinung nach sollte man beides ungefähr gleich benutzen. Wer immer nur zu gut ist, wirds genauso wenig weit bringen wie jemand, der nur böses tut.