Vampire

 

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 Vampire

Bereits in früheren Jahrhunderten wurde sich mit dem Thema " Vampir " auseinandergesetzt. Beispielsweise Charles Nodier ( 1780 - 1844 ), ein Märchendichter, traf folgende Aussagen zum Wesen des Vampirs:

Die frühere französische Bezeichnung für Vampir war " un homme de bien " - Mensch des Guten - , was folgende Rückschlüsse auf die Charaktere zulässt:
sanft, gastlich, grosszügig; seine Seele gar wolle nichts anderes als lieben. Häufig ist
er das Vorbild und der Berater seines Stammes, sein Richter oder sein Dichter.

Auch der Schriftsteller Alexej Tolstoi ( 1817 - 1875 ) stellte Ergebnisse dar, die mit der heutigen Meinung nichts gemein haben: Vampire sind Wesen, die einer mächtigen Familie entstammen. Ihre Energie ist schon zu Lebzeiten sehr gross. Nach ihrem Tod besuchen sie ihre " nächsten Verwandten und Freunde " und machen diese auch zu Vampiren. Tolstoi sieht die Triebfeder des Volkes der Nacht nicht in Blutrünstigkeit und roher Gewalt, sondern im Wunsch, all seine Lieben stets bei sich zu haben.

Warum aber git dann der Vampir als blutrünstiges Monstrum ?

1.
Angst der Menschen vor dem Tod und dem Danach.

2.
Vampire können keinen Nachwuchs bekommen. Deshalb suchen sie sich diesen von den Lebenden aus. Dann natürlich die besonders Jungen, Schönen und Starken, was den " Verschmähten " schwer fällt zu ertragen.

3. Herleitungsfehler des Wortes " Vampir "
- stammt vom slawischen " Upyr " ab
- oft fälschlicherweise vom Verb " pit " ( = trinken ) abgeleitet > Vampire haben also
nichts anderes im Kopf, als zu trinken, Blut zu trinken -> heute: vom griechischen " Opyr " abgeleitet = " fliegendes Wesen "

Wie wird man zum Vampir ?

Mit dem bloßen Biss alleine ist es noch lange nicht getan - da gehört schon mehr dazu, vorallem Feingefühl.
Also als erstes beisst der Vampir sein Opfer und trinkt dessen Blut und zwar soviel, dass das Herz fast aufhört zu schlagen. Der Vampir muss genau den Moment abpassen, indem seinem Opfer das Herz mit einem letzten erbitterten Schlag fast stehenbleibt. Exakt in diesem Moment muss dann das Opfer das Blut des Vampirs trinken.
Ist alles geglückt, beginnt die Wandlung des " Jungvampirs ": Die Haut wird glatt und schimmernd wie Marmor, das Haupthaar wird wallend und seidig, alle Sinne schärfen sich - und das wichtigste: das Gebiss wird kräftiger.
Nach ein paar Tagen Schlaf ist die Wandlung dann vollendet und der Vampir bereit für seinen ersten Auftritt.

Einige wichtige Personen, die unbedingt genannt werden sollten !

Elisabeth Báthory ( 1560 - 1614 ), auch " Blutgräfin " oder " Comtesse des Grauens " genannt, entwickelte eine ganz besondere Art der Schönheitspflege: sie lockte unzählige junge Frauen zu ihr auf die Burg, brachte sie um und badete dann in ihrem Blut, in der Hoffnung, dadurch ihre Schönheit bewahren zu können und vor dem Verfall zu schützen. Der Traum der ewigen Jugend wurde zerstört als man ihr auf die Schliche kam. Man mauerte sie in ihrem eigenen Schlafzimmer des Schreckens ein, wo sie schliesslich auch verstarb.

Augustine Calmet ( 1672 - 1757 ) war ein französischer Benediktinerabt und ist als erster Experte im Gebiet Vampirismus zu nennen. Er verfasste das Buch " Verhandlung und Erläuterung der Materi, von Erscheinungen der Geisteren und der sogenannten Vampiren, oder zurückgekommenen Verstorbenen ", welches 1746 erschien und zu den Standardwerken seiner Zeit zählte. In seinem Werk geht er dem Phänomen Vampir anhand vieler haarsträubender Fälle von Vampirismus auf den Grund.

Peter Kürten ( 1883 - 1931 ) ging als " Vampir von Düsseldorf " in die Geschichte ein. Um seinen unersättlichen Durst nach Blut zu stillen, schlitzte er über 30 Menschen den Hals auf und trank ihr Blut. Seine Frau zeigte ihn an, als sie davon erfuhr, woraufhin Kürten zum Tode verurteilt und hingerichtet wurde.

Andere Stichworte im Zusammenhang:

Nebel ist nicht nur eine Wettererscheinung ! Ein Vampir ist in der Lage, sich in Nebel aufzulösen, um so durch kleinste Ritzen in Tür oder Fenster eindringen oder verschwinden zu können.
Obayifo ( bayi = Zauberer ) ist das afrikanische Wort für Vampir, zumindest bei den Aschanti. Diese Obayifo besitzen die gleichen Fähigkeiten wie " unserer " Vampir auch, allerdings stehen sie auch auf Planzen, mit dem Ergebnis, dass sie im Heishunger ganze Ernten vernichten.
Pfählen gilt als sicherste Methode Vampire unschädlich zu machen. Ein hölzerner Pflock mit einem spitzen Ende wird unter Nutzung eines Hammers dem Vampir mitten durchs Herz geschlagen.
Früher brachte man solche Pfähle sogar an die Innenseite des Sarges an, damit der Vampir gar nicht
erst aus dem Sarg rauskam.
Transsylvanien liegt in Siebenbürgen ( altdt. Rumänien ), ist lateinisch und heisst Land jenseits des Waldes ".

Wir alle kennen sie – doch wir wissen nur weniges über die Vampire. Was ist wirklich daran, am Dracula-Mythos ?

Zuerst ein paar Merkmale der Vampire:

* Sie schlafen immer am Tag in einem Sarg und sind Nachtaktiv.
* Das Tageslicht tötet sie.
* Sie leben vom Blut ihrer Opfer.
* Bei einem Vampirbiss wird man selber auch zum Vampir.
* Vampire leben ewigs.
* Sie hassen Weihwasser, das Kruzifix und die Kirche.
* Sie können nur durch Tageslicht oder einen Pfahl mitten durch’s Herz getötet werden.
* Vampire haben kein Spiegelbild.
* Sie hassen Knoblauch.
* Typisch: Die langen Schneidezähne zum Blutsaugen.

Irgendwas muss der Vampir - Mythos haben. Denn es gibt ihn schon seit Jahrhunderten und er ist noch immer topaktuell. Stephen King schilderte in seinem Buch " Brennen muss Salem ", wie ein einziger Vampir eine ganze Stadt ausrottet. Der Film " Interview mit einem Vampir " zeigt uns das Leben der Vampire selber.
Es gibt nur zwei Fragen: Wie ist der erste Vampir entstanden ? Und: Wieso gibt es angeblich keine Vampire in der Realität ? Oder gibt es sie doch ?

Vampire haben mit dem Satan nichts zu tun. Sie sind lediglich Untote, die nichts von Gott halten und nur dadurch leben können, andere Menschen zu beissen und diese wiederum zu Vampiren zu machen. Eigentlich eine sehr tückische Gestalt mit vielen Stärken – aber auch mit ihren Schwächen. Die grossen Vorteile sind sicher die Unsterblichkeit, die Tatsache, dass sie kein Spiegelbild haben und der Fakt, dass sie sich sehr schnell vermehren können. Nachteilte: Das Tageslicht tötet sie, sie können leicht durch Weihwasser, Pfähle etc. während dem Schlaf im Tag getötet werden.

Doch trotzdem: Woher kommt der Mythos vom Vampir ? Es ist klar, dass er sehr alt ist. " Dracula " war sicherlich nicht der erste Vampir. Es gab diese schon im frühen Mittelalter ! Ich denke, man sollte deren Ursprung in den schottischen Highlands suchen, wo es ebenfalls Werwölfe gibt ! In diesen Gegenden spukt es sehr oft und die Leute haben sich wahrscheinlich selbst den Vampir - Mythos erdichtet und bei nächtlichen Geisterstunden von Generation zu Generation weitergegeben. Bald entwickelten sich die Vampire als ein vom Menschen geschaffenes Ungeheuer in deren Verstand. Jahrhunderte später wurden sie zum Thema von Büchern und dadurch weltberühmt.

Ein Vampir verkörpert in sich die ganze menschliche Abscheu vor dem Bösen. Er ist hinterlistig ( man kann ihn zum Beispiel nicht im Spiegel sehen ) und er ist clever ! Er klopft in der Nacht ans Fenster und kann nur hjneinkommen, wenn man ihn hineinlässt ( er kann nicht einbrechen ). Dies benötigt viel Cleverness, die den Vampiren nicht nur zu einem gewaltsamen, sondern auch zu einem klugen Geschöpf macht. Genau vor dem hat der Mensch Angst. Alle anderen Monstren ( zB. Werwölfe ) sind dumm und können von uns überlistet werden. Nicht aber der Vampir, denn er ist selber ein Mensch und hat einen Verstand ! Ausserdem können Vampire sehr alt werden und haben dadurch viel Lebenserfahrung.


Kurz: Ein Vampir ist das schlimmste Monstrum, das sich der Mensch vorstellen kann.

Doch: Es gibt ihn nicht, den Vampiren. Er existiert ( glücklicherweise ) nur in unserer Fantasie. Aber doch könnte es ihn geben. Genau wie Nessie von Loch Ness. Und wer spätestens das Buch " Brennen muss Salem " gelesen hat, setzt sich mit der Existenz dieser Wesen doch auseinander. Irgendwoh in den schottischen Highlands ertönt schon ein hohes Geheule !

 

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 Gehenna

In den Überlieferungen des Buches Nod gibt es Andeutungen eines apokalyptischen Zeitalters, die Ähnlichkeiten mit dem Tag des jüngsten Gerichtes haben. In dieser Zeit werden alle Kainiten von einer höheren Macht gerichtet oder schlicht und einfach vernichtet werden.
Wie schon am Vorabend des letzten Millenniums wird auch dieses mal solchen Behauptungen mehr Glauben geschenkt, als sie verdienen. Dies liegt unter anderem daran, dass manche meinen, einige Vorzeichen für Gehenna seien tatsächlich eingetreten. Als eine Folge sprießen auch wieder überall Gehenna-Kulte aus dem Boden, die ständig an Popularität gewinnen.
Man ist sich nicht einig was bei Gehenna tatsächlich passieren wird. Manche sagen, dass Kain zurückkommen wird, um über seine Nachkommen zu richten und jeden nach seinen Handeln zu beurteilen. Diese versuchen sich Kains Wohlwollen durch striktes Befolgen seiner überlieferten Traditionen zu erkaufen. Andere sagen, dass die Vorsintflutlichen sich aus ihrer Jahrhunderte dauernden Starre erheben werden, um ihren Durst an ihren Nachkommen zu stillen. Zuletzt gibt es noch die Theorie, das Gott selbst dem Vampirismus ein für alle Mal ein Ende setzen will.
Wer auch immer an solche Märchen glaubt, tut das seinige, um sich auf diese Zeit vorzubereiten. Möglicherweise liegt in diesen Vorsichtsmaßnahmen der tatsächliche Ursprung für den andauernden Dschihad begründet.


Prophezeiungen des Unheils

Die „Chronik der Geheimnisse“, ein Offenbarungsteil des Buches Nod, berichtet, Gehenna sei nahe herbeigekommen. Die Offenbarungen sind kryptisch und in Mystizismus gehüllt, aber viele Kainskinder glauben, die heutige Welt spiegele die Zeichen wider, die in der Chronik vorhergesagt würden. In der Tat glauben einige Kainskinder, Gehenna sei schon angebrochen.

Die Prophezeiung im genauen Wortlaut:

Und die Welt wird erkalten
Und unreine Dinge werden aus dem Boden
quellen
Und große Stürme werden toben,
Blitze werden Feuer entfachen,
Tiere werden schwären und ihre Leiber
verrenkt hinstürzen
So werden sich auch unsere Urerzeuger
erheben
Aus dem Boden
Sie werden ihr Fasten brechen mit unseren
Leibern
Sie werden uns ganz verschlingen...
Und man wird diese Zeit
Als die Zeit des dünnen Blutes kennen,
Was Vampire bedeuten wird,
Die nicht zeugen können,
Man wird sie erkennen an
Den Clanlosen,
Die kommen werden, um zu herrschen
Man wird sie erkennen an den Wilden,
Die uns selbst in der stärksten Stadt jagen
werden,
Man wird sie erkennen am Erwachen
Einiger der Ältesten...
Und blühen
Werden die, die Herzblut trinken
Und die Kainskinder werden sich zurückziehen
Und Vitae wird so selten sein wie Diamanten...
Schwarz leuchtet die Sonne!
Blutig leuchtet der Mond!
Bald kommt Gehenna.

Hier noch ein zweiter Text, der sich speziell den Caitiff widmet:

Einst wird kommen die Zeit,
Da der Fluch unseres Höchsten
Nicht mehr länger geduldet wird
Da die Blutlinie Kains enden wird
Da das Blut Kains schwach sein wird
Und es wird keinen Kuss für diese Kinder geben
Denn ihr Blut wird fließen wie Wasser,
Und seine Kraft wird dahinwelken
Dann wisst ihr, dass in dieser Zeit
Gehenna nahe herbeigekommen sein wird.



Die Entstehung der Vampire ( Schöpfungsgeschicht )

Der folgende Abschnitt legt die Entstehung der Vampire dar, so wie sie mit Hilfe von Fragmenten aus dem " Buch Nod " und den " Offenbahrungen der dunklen Mutter " zusammengetragen wurde. Er erhebt keineswegs Anspruch auf Richtigkeit oder absolute Vollständigkeit, aber liefert wohl von allen Fragmenten, die jemals gefunden wurden, die überzeugenste Darstellung.

Am Anfang erschuf Jehova den Menschen. Er formte Adam und Lilith aus dem Lehm und hauchte ihnen Leben ein. Lilith jedoch beugte sie sich nicht Adams Willen, da sie aus dem selben Lehm geschaffen wurde. Letzendlich wurde sie aus dem Garten Eden verbannt und Gott schuf für Adam eine Frau aus seinem Fleisch und Blut. Er entnahm ihm eine Rippe und hauchte Eva das Leben ein. Eva war Adam untergeordnet und fügte sich seinem Willen.

Adam und Eva zeugten zwei Kinder: Kain, erstgeborener Sohn und Abel, zweitgeborener Sohn. Kain liebte seinen jüngeren Bruder über alles. Eines Tages prach Adam zu seinen beiden Söhnen, sie sollen Gott ein Opfer darbringen.

Kain sammelte seine süßesten Früchte und brachte sie dem Herren auf dem Opferaltar dar und Abel schlachtete das jüngste und stärkste Tier auf dem Altar. Abels Opfer wurde vom Herren im Himmel angenommen, und Abel wurde gesegnet. Kains Opfer hingegen wurde abgelehnt und als minder befunden.

Als Adam das nächste mal zu seinen Söhnen sprach, die Zeit für die Ernte ist wieder gekommen, brachte Abel wieder das jüngste und das stärkste und Kain brachte nichts. Abel sprach zu Kain, warum er kein Opfer das ihm lieb war, auf dem Altar dem Gott darbrächte und Kain weinte und opferte das, was ihm am liebsten war, seinen Bruder, Abel den zweitgeborenen.

Kain wurde verflucht und aus Eden verstoßen, um auf ewig im Lande Nod zu wandern.

In der Dunkelheit wandert, sprach eine süße Stimme zu ihm und er traf Lilith. Sie gab sich als die erste Frau seines Vaters zu erkennen und bot ihm Hilfe und Unterkunft.

Er fragte sie, wie sie all dies erschaffen hat? Und sie sprach, sie sei, anders als er, erwacht. Und er bat ebenfalls dafür. Sie gab ihm ihr Blut zu trinken und er fiel in die Dunkelheit.

Aus der Dunkelheit schien ein Licht und der Erzengel Michael sprach zu Kain, dass der Vater im Himmel ihm Vergebung zusprach und fragte ihn, ob er sie denn annehmen möchte. Kain jedoch lehnte dieses Angebot auf.

Michael verfluchte ihn darauf und sprach: "Du und Deine Kinder sollen die Flammen fürchten, denn sie wird Euch verletzen und Euer Fleisch verschmoren."

Am nächsten Morgen erschien ihm der Erzengel Gabriel und sprach zu Kain, dass sein Bruder Abel ihm seine Sünde verzeihe und fragteihn, ob er die Gnade des Allmächtigen annehme. Kain jedoch lehnte dieses Angebot ab.

Gabriel verfluchte ihn darauf und sprach: "Du und Deine Kinder sollt die Morgendämmerung, denn die Strahlen der Sonne werden Euer Fleisch verbrennen. Von nun an sollt Ihr Euch vor Ihrem Antlitz verstecken."

In der nächsten Nacht erschien ihm der Uriel, Engel des Todes und sprach zu Kain, dass der Allmächtige ihm seine Sünden verziehen hat, und ob er mit ihm komme und seinen Fluch hinter sich lassen möchte. Kain jedoch lehnte dieses Angebot ab.

Und Gott sprach durch Uriel: "Du und Deine Kinder sollt von nun an verflucht sein. Ihr sollt an die Dunkelheit gebunden sein. Nur von Blut sollt ihr Euch nähren und die bittere Asche soll Euer Mal sein. Ihr werdet so sein, wie zu dem Zeitpunkt Eures Todes. Niemals sterben, sondern weiterlebend. Ihr werdet in Dunkelheit wandern und was ihr berührt soll zu Asche verfallen."


Kain stiess ob dieses Fluches einen Schmerzensschrei aus und zerriss seine Haut und fing das Blut mit einem Kelch und trank es. Und als er aufblickte erschien ihm Erzengel Gabriel, Herr des Erbarmens, ein letztes mal und sprach, dass die Gnade des Vater allmächtig ist, und dass selbst ihm noch ein Weg zur Vergebung offen steht und er soll Golconda genannt werden

Golconda

Golconda ist der Zustand, den eigentlich jeder Vampir anstrebt, da er den Ausgleich zwischen dem inneren Tier und der menschlichen Natur ist. Doch auch hier ist es wiederum verboten, darüber zu sprechen, aus dem einfachen Grund, den Gehorsam der Kainiten nicht zu brechen. Der Clan der Salubri strebt ganz besonders nach Golconda, und sie erschaffene erst Kinder, wenn es in Sichtweite ist und sie lassen sich von ihren Kindern töten, wenn sie Golconda erreicht haben, da sie somit ihre Lebensziel erreicht haben.
Allerdings ist von niemandem wirklich bekannt, dass er Golconda tatsächlich erreicht hat. Es ist wie die anderen Legenden eben nur eine Legende, und noch niemand konnte es beweisen. Und doch übt es eine große Faszination auf viele aus.

Gründung der 13 Clans

Nachdem Kain seinen Bruder Abel erschlagen hatte, wanderte er aus in das Land Nod. Er ward verstoßen von Gott und dieser untersagte ihm, je wieder von den von ihm erschaffenen Früchten zu essen. Statt dessen sollte er sich nur noch von Blut ernähren können und ihm ward die Möglichkeit genommen jemals das Paradies zu betreten, denn Gott strafte ihn mit einem unsterblichen Leben.

Kain blieb eine Äone lang im Land Nod, doch ward er der ewigen Einsamkeit überdrüssig und er kehrte zurück in das Land, das sein Bruder Set aufgebaut hatte. Hier gründete und herrschte er über eine große Stadt. Doch immer noch fühlte er sich einsam, denn er ward der Einzige seiner Art. Und so beschloss er Nachkommen zu zeugen. Damit beging er eine weitere Todsünde, denn seine Kinder wurden nicht auf herkömmlichem Wege erschaffen. Drei Menschen hat Kain seinen Fluch aufgezwungen, die weiterhin 13 Kinder zeugten. Doch er fürchtete die Rache Gottes und untersagte es seinen Kindern und Enkeln eine weitere Generation zu zeugen. Seine Brut gehorchte.

Dann kam die Sintflut und vernichtete alles Leben auf Erden. Kain hielt dieses für eine Strafe Gottes und zog es vor ins Exil zu gehen. Seine Kinder baten ihn zurückzukommen, doch er wollte sich nicht weiter in das Geschehen auf Erden verwickeln lassen.

Seine Kinder begannen nun sich untereinander zu bekämpfen. In diesem Krieg erschlugen Kains Enkel ihre Eltern und bauten eine neue Stadt auf. Jeder einzelne von ihnen gründete seinen eigenen Clan, indem er weitere Nachkommen zeugte. Doch fürchtete man, dass weitere Generationen benutzt werden könnten, um die Streitereien zwischen den 13 Vorsintflutlichen auszutragen. Daher ward es der vierten Generation verboten selbst Kinder zu schaffen.

Mit der Zeit starb die Stadt und die Macht der Vorsintflutlichen über ihre Kinder, woraufhin diese eigene Nachkommen zeugten und erneut begannen, sich einander zu bekämpfen. Nur die Bindung an das Gebot der Maskerade hat bis zum heutigen Tag verhindert, daß die Menschen von der tatsächlichen Existenz von Vampiren erfahren konnte.


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Die 13 Enkel Kains

Brujah

war der Vater des Clans der Gelehrten und Rebellen, der Brujah. Brujah hatte nicht gerade Glück. Sein eigenes Kind, Troile, vernichtete ihn und stahl seine Macht. Dieser nette Trick wird Amaranth oder Diablerie genannt. Bei dieser äußerst ungern gesehen Prozedur trinkt man die Seele eines anderen Vampirs, mitsamt seiner Macht und Potenz, wobei man sogar seine Generation senken kann, und somit die eigene Macht erhöht, die eigenen Möglichkeiten erweitert. Aber zurück zu Troile und seinem Erzeuger. Brujah war ziemlich kaltherzig, rational und intellektuell gewesen. Alles Eigenschaften, die Troile nicht mit ihm teilte. Als Troile den Clan seines Vaters übernahm und eigene Nachkommenschaft zeugte, änderten sich die Eigenschaften dieser neuen „Brujah„ (eigentlich sollte man den Clan wohl „Troile„ nennen). Die Tollheit von Troile kam dazu. Zugegeben, Brujah sind noch immer relativ intellektuell und gebildet, aber ihre Neigung zur Berserkerraserei, bei auch nur der kleinsten Stichelei und Anspielung, kann ziemlich gefährlich sein – für andere. Und noch eine Änderung haben die Brujah im Laufe der Zeit durchgemacht: Aus den Zeloten, aus den Kriegerpoeten, wurden die Rebellen, die Freiheitskämpfer, die Demokraten.

Ventrue

setzte den Clan der Herrschaft in die Welt, der Ventrue. Wie es sich für Herrscher versteht, sind sie unglaublich arrogant und eigensinnig. Das Problem der Ventrue besteht in einer Eigenschaft, die man „Beuteeinschränkung„ nennt: Jeder Ventrue kann nur von einer bestimmten Art von Beute leben, seien es Jungfrauen, blonde Jünglinge, etc. Der Vorteil von Ventrue liegt einfach darin, daß sie zum Herrschen geboren wurden. Ventrue sind Anführer oder Berater, Gangführer oder Mafiabosse.

Tzimisce

war der Vater des Clans der Gestaltformer. Die Verbindung der Tzimisce mit ihrem Heimatland ist so stark, daß sie jeden Tag in einer Handvoll Erde aus ihrer Heimat schlafen müssen oder ihre Kraft verlieren. Vlad Tepes, oder auch Dracula, hat diesen Clan eigentlich berühmt gemacht. Sie sind in der Tat Unholde, gemeine Bastarde von unerhörter Grausamkeit, aber eben verdammt starke Bastarde und Herrscher. Ihre Spezialität ist es, Fleisch zu formen, zu verändern. Durch ihre einzigartige Fähigkeit können sie ihr Gesicht wie eine Maske modellieren oder die Knochen der Feinde ihr eigenes Fleisch durchstoßen lassen. Sie sind Meister der Folterkunst und der Tyrannei. Unholde eben.

Toreador

Arikel, die Schöne, ist die Mutter des Clans der Künstler, der Toreador. Einerseits fördern die Toreador Kunst, andererseits machen und verkörpern sie Kunst. Die Toreador stehen eigentlich noch mitten im Leben und genießen es in vollen Zügen. Sie sind ein starker und einflußreicher Teil der vampirischen Gesellschaft, der Teil, welcher Etikette definiert. Ihre Clansschwäche ist ihr Auge für das Schöne. Manche wurden von einem Kunstwerk oder einem schönen Menschen so verzückt, daß sie sich von der Sonne überraschen haben lassen.

Malkavianer

Malkav war der Vater des Clans des Mondes und Wahnsinns, Vater der Malkavianer. Einige Quellen sagen, daß Malkav das Andenken Kains schändete und deshalb mit Irrsinn gestraft wurde. Die Malkavianer selbst behaupten jedoch, Malkav hätte für Kain Weisheit gesucht und gefunden, und wurde dafür belohnt mit dem „befreiendem„ Wahnsinn. Malkavianer haben die Eigenart gleichzeitig völlig verrückt und erleuchtet zu sein. Manchmal zu verrückt, aber dennoch immer etwas erleuchtet.

Nosferatu

Der entstellte Nosferat rief den Clan der Verborgenen ins Leben, den Clan der Nosferatu. Nosferat hatte eine Vorliebe für Perversionen – Orgien, Narzißmus und Hedonismus, etc. – und wurde prompt von Kain entstellt. Früher wollten die Nosferatu andere bestrafen, vor sich oder anderen retten, indem sie diese in ihre Reihen aufnahmen. In der Gegenwart verteilen sie immer noch solche lehrreichen Lektionen. Die Nosferatu verstecken sich unglaublich gern in der Kanalisation, horten Informationen und spionieren.

Lasombra

schuf den Clan der Nacht. Lasombra sind Puppenspieler, die grauen Eminenzen hinter den Thronen, die in ihrer selbstgefälligen und manipulativen Art eigentlich die Weltherrschaft wollen. Oder besser gesagt, die ihre Lakaien zur Herrschaft verhelfen wollen. Selbst zu herrschen ist so „banal„. Leider kann man sie leicht erkennen: Sie haben keine Spiegelbilder.

Ravnos

schuf den Clan der Wanderer und Spieler. Die Ravnos hatten immer schon ein Problem mit der Ehrlichkeit. Jeder von ihnen hat ein Laster, wie zum Beispiel Diebstahl, Trickbetrug, Kartenspielerei. Ravnos sind Zigeuner, Roma oder Sinti, sowohl von der Abstammung, als auch von der Gesinnung. Ravnos ziehen umher wie Nomaden. Teils, aus der Notwendigkeit heraus, teils wegen der eigenen Vorlieben. Sie lieben ihre Freiheit und besitzen viel Ehrgefühl. Sie brechen Gesetzte einfach manchmal aus Prinzip: Übertriebene Ordnung beschränkt schließlich die eigene Freiheit.

Salubri

Saulot gründete den Clan der Heiler. Seine Kinder und Nachkommen werden Salubri genannt. Die Salubri waren weise Heiler und starke Krieger zugleich, deren Schwäche darin lag, daß sie an keinem Hilfsbedürftigem vorbei gehen konnten, ohne zu helfen. Im 10. Jahrhundert schaffte es der Magus Tremere (Magus, Singular: Ein Zauberkundiger, der durch seine Macht die Wirklichkeit verändern kann. Plural: Magi.) durch ein Elixier, daß er aus mehreren anderen Vampiren „destillierte„ unsterblich, selbst zum Vampir, zu werden. Jedoch war seine Generation und somit seine Macht bescheiden. Er beschloß einen Vorsintflutlichen zu suchen und ihm seine Macht durch eine mystisch veränderte Variante der Diablerie zu entreißen. Tremere erwischte Saulot, der sich noch nicht einmal wehrte. In der Gegenwart existieren nur noch 5 mächtige Salubri der 4. Generation (Don’t anger them!). Die Tremere hingegen haben es geschafft als Clan akzeptiert zu werden.

Setiten

Set gründete den Clan der Schlangen oder Setiten. Ihr Ziel ist es Verderbnis, Korruption und Faulheit zu verbreiten, durch die Ausweitung aller Laster. Drogenkonsum, Prostitution, Alkohol gehören zu ihren Mitteln. Ihre Motive sind Rache, ihre Ambitionen die Vernichtung ihrer Feinde. Die versuchen sich alle Welt zum Freund zu machen, nur um diese Freunde dann hinterrücks langsam zu erdrosseln. Setiten schadet Sonnenlicht mehr als andere Vampire. Selbst das Licht von hellen Fackeln und großen Feuern kann einen Setiten blenden.

Gangrel

Gangrel war der Vater des Clans der Tiere. Mehr mit der Natur und dem Biest verbunden, als mit dem Mensch leben die Gangrel in der Wildnis. Und das ist auch ihre Schwäche. Sie werden immer tierhafter, immer weniger menschlich im Aussehen. Gangrel sind Meister der Gestaltwandlung, des Verwandelns des Körpers als Ganzes. Sie verwandeln sich in Wölfe, Fledermäuse oder in Nebel.

Kappadozianer

Kappadozius war das Oberhaupt des Todesclans. Die Kappadozianer wollten den Tod, das körperliche Sterben, verstehen. Sie waren großartige Ärzte, Anatome und Gelehrte. Ihr eigenes Unleben war leider immer klar zu erkennen. Sie waren bleich, dürr, sahen einfach nicht mehr wirklich lebendig aus. Ich benütze die Vergangenheitsform, da so ziemlich kein Kappadozianer 1414 überlebte. Die Giovanni, eine Familie aus Venedig, die von den Kappadozianern ins Unleben geführt wurde, hat schließlich zur Vendetta aufgerufen und an allen Kappadozianern, denen sie habhaft werden konnten, Diablerie durchgeführt.

Assamiten

Assam schuf den Clan der Jagd und nannte die Mitglieder Assamiten. Das Wort Assassinen leitet sich im übrigen von ihrem Clansnamen ab. Die maurischen Assamiten sind lautlos, tödlich und jederzeit zum Amaranth bereit. Sie beißen sich durch alle andere Clans und erfahren deshalb ziemliche Feindseligkeit. In der Gegenwart werden sie durch ein Ritual daran gehindert Vampirblut zu trinken ohne daran Schaden zu nehmen. Früher war es eher das Gegenteil – die Assamiten konnten es einfach nicht lassen, von anderen Vampiren zu naschen.

Tremere

Um unsterblich zu werden mußten diese Magi experimentieren. Die Versuchsobjekte waren Tzimisce, was natürlich in einem Krieg zwischen den beiden Parteien endete. Die Tremere waren einmal tatsächlich Magi, verloren jedoch ihre Fähigkeit wahre Magick (s. u.) wirken zu können. Der Kuß zerstörte diese Fähigkeit. Allerdings haben sie einen Teil ihrer Magick gerettet und eine mystische Kraft, genannt Thaumaturgie, erschaffen. Tremere sind arrogant, selbstherrlich und ursurpatorisch. Stecken aber zu ihrem Nachteil in einer absolut starren Hierarchie fest, wobei jeder Tremere eine Mischung des Blutes der ältesten und mächtigsten Tremere trinken muß, und somit bereits einen Schritt auf dem Weg zum Blutsband (s.o.) zurückgelegt hat.

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