Naturgeister

Ankou
Dieser Geist ist in ganz Europa zu Hause und man nennt ihn auch den Friedhofswärter. Das bedeutet er bewacht die Gräber.
Er entstand dadurch das man früher oft einen unglücklichen Menschen opferte damit er diese Aufgabe erfüllte. Er wurde dazu bei lebendigen Leibe auf diesem Friedhof begraben.
Banshee
Dieser Geist des Todes treibt in alten irischen Familien sein Unwesen. Die Banshee ist der wahrscheinlich bekannteste Geist Irlands und erscheint immer direkt vor dem Tod eines Familienangehörigen.
Dieser Geist kann entweder als sehr schöne junge Frau in eleganten Kleidern erscheinen, wie auch als alte und hässliche Frau in Lumpen.
Man glaubt das die Banshee der Geist eines vor langer Zeit verstorben Familienmitgliedes ist, der zum Todesboten ernannt wurde.
Bergmönch
Man sagt das dies ein grosser und erschreckend aussehender Mönch sei, der in deutschen Bergwerken sein Unwesen treibt. Er beschützt hier verborgene Schätze.
Der Bergmönch ist ein enger verwandter des Berggeistes Rübezahl.
Ausserdem soll es auf der ganzen Welt ähnliche Geister geben.
Blaukappe
Dieser Geist hauste ebenfalls in Bergwerken und wenn man ihm Geschenke anbot half er den Minenarbeitern bei ihrer Arbeit. Er erscheint häufig als kleine blaue Flamme. Wenn man ihn allerdings nicht richtig behandelte, konnte er sehr böse werden und brachte dann Unheil über dieses Bergwerk.
Brockengespenst
Diese Gespenst ist wahrscheinlich eines der bekanntesten deutschen Gespenster und früher wurde der Berg oft von Besuchern gemieden,weil man Angst vor diesem riesigen Gespenst hatte.
Der Brocken galt lange Zeit als der Treffpunkt der Hexen und Teufel schlecht hin. Als dann später noch die Geschichten um dieses riesige Gespenst dazu kamen, wurde der Ort natürlich noch unheimlicher. Dabei ist dieses Gespenst nichts weiter als eine optische Täuschung des Lichts.
Doppelgänger
Doppelgänger sind identische Abbilder von Menschen, die eigentlich noch leben. Dieser Geist erscheint einer Person immer dann wenn der jenige ein fürchterliches Unglück zu erwarten hat.
Drude
Dieser Ausdruck beschreibt einen hexenhaften Nachtgeist und stammt aus England.
Dieser Geist soll die Macht besessen haben ihren Opfern fürchterliche Alpträume zu schicken.
Grabschläfer
Dieses Ritual stammt noch aus keltischen Zeiten. Es diente zur Kontaktaufnahme mit den Verstorbenen. Bei diesem Ritual schliefen besonders begabt junge keltische Männer auf den Gräbern ihrer Vorfahren um Botschaften aus der Anderswelt zu erhalten.
Harpyie
Dieses Wesen galt bei den Griechen als Windgeist. Es ist ein weibliches geisterhaftes Wesen mit den Flügeln eines Vogels und dem Gesicht einer Frau. Sie konnte in das menschliche Leben eingreifen, wenn man sie nicht regelmässig versönlich stimmt.
Incubus und Sucubus
Diese bösen Geister entstammen der europäischen Folklore des Mittelalters. Die Geister sind böse Gesandte des Teufels die losziehen um die Seelen junger unschuldiger Männer und Frauen zu stehlen. Dabei wird der Incubus als junger gutaussehender Mann beschrieben der junge Frauen verführt. Der Sucubus ist das weibliche Gegenstück dazu.
Die Lorelei
Diesen Geist kann man als den bekanntesten deutschen Geist bezeichnen und auch als den schönsten. Die Legende besagt, dass die Lorelei eine entzückende und verführerische Gestalt ist, die auf einen grossen Felsen am rechten Rheinufer sitzt und eine so liebliche Melodie singt, dass die Schiffer dazu gebracht werden, jeglichen Richtungssinn zu verlieren und ihr Schiff auf den heimtückischen Felsen unter ihrem Thron kentert.
Poltergeist
Er verdankt seinen Namen seiner Lieblingstätigkeit, dem Poltern, d.h. Lärm durch zerschlagen oder herumschleudern von Gegenständen zu erzeugen, zu klopfen oder zu klappern, zu scheltern oder zu prahlen. Er ist in der Regel und besitzt meist einen ziemlich komplexen Charakter.
Rübezahl
Dieser Geist entstammt dem deutschen Volksgut und zählt ebenfalls zu den bekannten Geistern Deutschlands. Ein weiterer Name ist auch der Herr der Berge. Er ist der Berggeist des Riesengebirges und er hütet dort die verborgenen Bodenschätze. Dieser Geist besitzt einen sehr ausgebrägten Gerechtigkeitssinn. Er erscheint als Mensch, als Riese, als Zwerg, als Mönch oder auch in der Gestalt eines Tieres.

Mothman - Der Mottenmann
Ein graues Wesen mit zwei großen gefalteten Flügeln und einer stattlichen Größe von immerhin 1,80 - 2,00 Metern stand auf zwei kräftigen menschlichen Beinen und starrte mit glühenden roten Augen das näherkommende Fahrzeug an. Da das Wesen wohl keinen Kopf hatte oder zumindest keinen erkennbaren Hals, der vom Körper weg in den Kopf überging, wirkte es als seien die Augen direkt mit dem Körper verbunden. Roger Scarberry, seine Frau und zwei Freunde sahen diesese unheimliche und menschenähnliche Erscheinung am 15. November 1966 gegen 23:30 Uhr an einer, nach dem Krieg still gelegten, Sprengstofffabrik nahe Point Pleasant in West Virginia.
Starr vor Schreck versuchten sie davon zu fahren und beschleunigten auf über 160 Km/h. Das Wesen jedoch, oder ein weiteres ihrer Art flog ihnen hinterher. Es konnte Mühelos mit der Geschwindigkeit des Autos mithalten und das sogar ohne die riesigen Flügel zu bewegen. Während des Fluges stieß es dabei schaurig spitze Schreie aus.
Kurz vor Point Pleasant war das Wesen verschwunden. Sie fuhren zum Gerichtsgebäude von Mason County und berichteten dort dem stellvertretenden Polizeichef, Millard Halstead, von ihrer schrecklichen Begegnung. Millard Halstead fuhr mit ihnen dann nochmals zur Fabrik, doch es war nichts mehr zu sehen.
Die 4 waren jedoch nicht die ersten in der Umgegung von Point Pleasant die eine Begegnung mit dem sogenannten Mottenmann hatten. Bereits 1961 hatte wohl ein ähnliches Ungeheuer 2 Personen in einem Fahrzeug erschreckt, als diese auf der Route 2 den Ohio River entlang fuhren. Hier stand das Wesen inmitten von der Fahrbahn und breitete, als das Auto näher kam, die riesigen Flügel aus. Die 2 Augenzeugen berichteten davon, daß die Spannweite an die drei Meter reichte. Jedenfalls schwang sich das Wesen mit diesen riesigen schwingen kerzengerade in die Luft.
Die Begegnung der Scarberrys mit dem Mottenmann kam in die Zeitung und sorgte für gewaltige Schlagzeilen. Hier erhielt das Wesen seine Bezeichnung Mottenmann oder Mothman, im Original. Nun meldeten sich innerhalb von 13 Monaten über 100 Augenzeugen, die den Mothman in oder um Point Pleasant gesehen haben wollen. Die Schilderungen der Augenzeugen ähnelten denen der Scarberrrys. 1967 wurde der Mottenmann dann das letzte mal gesehen und verschwand ebenso abrupt wie er aufgetaucht war. Er wurde in Point Pleasant nie mehr gesehen.
John Keel veröffentlichte 1975 den Klassiker " The Mothman Prophecies " und lieferte damit eine umfassende und nachdenklich stimmende Dokumentation. Keel führte in seinem Buch auf daß die Erscheinungen des Mottenmanns, zur damaligen Zeit, nicht der einzigste rätselhafte Vorfall in der Gegend um Point Pleasant war. Es grassierten unzählige Berichte über Ufos und schreckliche Verstümmelungen von Tieren. Viele Häuser der Gegend erhielten beunruhigenden Besuch von stehts in schwarz gekleideten Beamten. Dieses Phänomen wird normalerweise als " die Männer in schwarz " bezeichnet.
Keel und eine Reihe anderer Forscher kamen daher zu dem Schluß, daß es sich beim Mottenmann um eine übersinnliche Erscheinung handeln musste. Möglicherweise um einen Eindringling aus einer anderen Zeit- und Raumdimension.
Dr. Robert Smith, ein Biologe der West Virginia University lieferte eine traditionellere Erklärung. Er war der Ansicht daß es sich beim Mottenmann um einen Zugvogel der Familie des großen, graugefiederten Kanadakranichs oder Grus canadensis handelte. Doch hat diese Vogelart einen langen Hals und daher kaum eine Ähnlichkeit mit dem Wesen das die Augenzeugen gesehen haben wollen.
Die jedoch wohl verblüffenste Lösung wurde vermutlich 1988 vom Forscher Mark Hall in " Thunderbirds! The Living Legend of Giant Birds " geboten. Hall weist darauf hin, daß in nordwestlichen Pazifik, dem Ozark - Gerbirge in Missouri und den Alleghendy-Plateau in Pennsylvania die Indianer ebenso wie die ersten westlichen Siedler fest an die Existenz einer Rieseneule glaubten. Sie bezeichneten sie als große Eule, Booger Eule oder Big - Hoot ( hoot = Eulenschrei ). Eine solche Eule ist der Wissenschaft jedoch nicht bekannt, doch könnt sie dem Mottenmann ähnlich sehen. Denn Eulen haben, anders als die meisten anderen Tierarten, große Augen die rot aufleuchten können.
Doch leider existieren keinerlei Beweise für die Existenz der Big - Hoot und somit wird diese ebensowenig akzeptiert wie der Mottenmann selbt. Dennoch gibt dessen Erscheinung noch weitere Rätsel auf. So stürzte z.B. am 15. Dezember 1967 um kurz nach 17:00 Uhr die große " Silver Bridge " über dem Ohio River ein. 46 Menschen verloren dabei ihr Leben. Viele gaben hierfür dem Mothman die Schuld. Auch soll er hin und wieder an anderen Orten der Welt gesichtet worden und für darauffolgende Unglücke verantwortlich gewesen sein. Bestätigen konnte dies jedoch niemand. Und solange es keine Standhaften Beweise für die Existenz des Mottenmannes gibt, wird dessen Erscheinung noch weitere Fragen und Spekulationen aufwerfen.

Bahnsee
Eine Banshee ( von Irisch - Gälisch bean sí, ältere Schreibung bean sidhe oder bean-nighe, / bjan " Frau von den Feen“, " Frau aus dem Feenreich “ oder auch „ Geistfrau “ ) ist im irischen Volksglauben ein weiblicher Geist, dessen Erscheinung einen bevorstehenden Tod in der Familie ankündigt.
Mythologie und Beschreibungen von gesichteten oder gehörten Banshees variieren zum Teil stark, die meisten weisen jedoch eine Anzahl gemeinsamer Merkmale auf. Es tritt stets nur eine Banshee auf. Sie wird meist als totenbleiche und weißgekleidete Frau mit langem weißlichem Haar dargestellt, die Augen sind oft glutrot vom ständigen Weinen. In den meisten Beschreibungen ist sie in stark fortgeschrittenem Alter, seltener auch jung und schön.
Sie wird allerdings seltener gesehen als gehört:
Meist einige Tage vor dem Verscheiden eines Familienmitglieds setzt sie sich – Berichten und verbreitetem Glauben zufolge - vor das Fenster der Familie und schluchzt ( banshee wail ). Dabei erscheint die Banshee vorzugsweise am Stammsitz jener alteingesessenen irischen Familie, der sie sich angeschlossen hat, selbst wenn das Familienmitglied, dem ihre Totenklage gilt, im Ausland lebt. Häufig wird sie auch am Rande von Wegen oder an Gewässern gesehen/gehört. Die Person, deren Tod die Banshee ankündigt, hört ihr Klagen berichtetermaßen nicht. Angeblich besitzt jede Familie in Irland ihre eigene Banshee.
Die Stimme der Banshee ist ein Klagen oder Kreischen und kann manchen Interpretationen nach jeden, der sie hört, augenblicklich töten. Manchmal wird sie jedoch auch als sanft und tröstend beschrieben und heißt die Seelen am Übergang ins Totenreich willkommen.
Im schottischen Volksglauben ist die bean - nighe ( die „ Waschfrau an der Fur t“ ) das Pendant der Banshee: Anders als diese klagt sie aber nicht an einem Fenster, sondern wird in freier Natur beim Waschen von Totenhemden angetroffen. Die bean - nighe soll Hängebrüste, ein einziges Nasenloch und hervorstehende Zähne haben, weshalb sie als sehr hässlich betrachtet wird.
In vielen modernen Fantasy - Welten werden Banshees als geisterhafte Wesen dargestellt, die wegen ihres tötenden oder zur Besessenheit führenden Schreis bzw. Heulens gefürchtet sind.

Werwölfe
Einst lebte in Griechenland ein König namens Lykaon. Er war ein größenwahnsinniger Tyran, der noch nicht mal Respekt vor den Göttern hatte. Zeus ging aus dem Grund zu ihm, um ihn zur Rede zu stellen. Doch dieser machte sich lustig über den Göttervater und wollte den Beweis seiner Gottheit, indem er Zeus hinrichten wollte. Sollte er es überleben, so würde er ihm glauben, daß er der Göttervater sei.
Zeus willigte ein, um ihm zu beweisen, wer er war. Der König lud Zeus zu seiner Hänkersmahlzeit ein und dabei dachte er sich ein grausames Verbrechen aus. Eigenhändig brachte er seinen 7jährigen Sohn um und bereitete ihn als Mahlzeit für Zeus vor.
Nachdem Lykaon das Essen servieren ließ und Zeus entdeckte was der Braten war, verurteilte er donnernd seine Strafe für Lykaon:
" Unmensch, mit Recht nennst du dich selbst einen Wolf und das wirst du auch fortan sein. Ein Wolf unter Wölfen. Das soll deine Strafe sein, dir auferlegt vom Göttervater, den zu missachten du dich erdreistet hast. Der Tod wäre eine zu geringe Strafe für dich ! "
Mit diesen Worten verwandelte sich Lykoan zu einem bösartigen Wolf und musste umherziehen um seinen Blutdurst zu stillen. Dies nun eine Legende aus dem alten Griechenland, über die Entstehung der Kreatur des Werwolfes.
Das Unheil beginnt mit dem Biss eines Tieres. Geraume Zeit später zeigen sich an dem Opfer die ersten Symptome: Die Unglücklichen scheuen das Tageslicht ebenso wie die Wasseraufnahme und fangen an, wie in Raserei um sich zu schlagen, zu beissen und zu treten. In ihrem eigentümlich starren Gesicht ziehen Spasmen der Muskulatur die Lippen zurück und lassen Zunge und Zähne hervortreten, Geifer und Schaum quellen aus dem Mund, und von der gequälten Kreatur sind schreckliche, kehlige Laute zu vernehmen.
So beschreibt der Tierarzt Joseph Claudius Rougemont im Jahre 1798 die auffälligen Verhaltensweisen der " Hundswuth " - heute bekannt unter dem Namen " Tollwut " oder " Lyssa ". Die Symptome zwischen Tollwut und des sogenannten Werwolfes sind verplüffend ähnlich. Deswegen gehen die neuesten Erkenntnisse davon aus, dass sich der Werwolfsglaube aus der Tollwutkrankheit beim Menschen entwickelt hatte.
Der Werwolf gilt wohl als eines der gruseligsten und zugleich undurchschaubarsten Wesen der Mystik. Er gilt als ein Mensch der meißt unter einem bestimmten Zwang, dazu getrieben wird, nachts sich in einen reißenden Wolf zu verwandeln und somit seine Beute zu finden und zu töten. Werwölfe sind fast ausschließlich männlich. Das zeigt sich an dem Namen, die Vorsilbe Wer ist von dem lateinischen vir oder vom germanischen wer:
Mann, wolf: Wolf abgeleitet. Der Glaube an die Werwolfmythologie hat tiefe Wurzeln. Schon im alten Griechenland machten es sich die Götter zunutze ihr Gestalt zu ändern um besondere Fähigkeiten einsetzen zu können. Durch die Ähnlichkeit und Verbundenheit zum Tier, glaubte man an eine Verschmelzung der Seelen wenn man dies wollte. Ja man dachte sogar daß sich Menschen in Tiere und andersherum verwandeln könnten. Der Glaube an Wolfsmenschen war aber der am tiefst verwurzelsten und wurde von den Naturvölkern bis heute über Traditionen hinweg der Glaube von Generation zu Generation weitergegeben.
Selbst in Europa lebte der Glaube an die Mensch - Wolf Verwandlung auf. Ja man wurde fast hysterisch. Alle von dem Wahn der Hexenverfolgung gepackt, liess die Kirche dieses Phänomen auf den Wahrheitsgehalt untersuchen. Sie kam zu den Schluss dass bestimmte Hexenmeisster mit Hilfe einer Salbe sich des Nachts verwandelten. Nach diesem Urteil folgte ein regelrechter Boom. Zahlreiche Prozesse wurden geführt die ersten im Jahre 1521. Durch die Gständnisse der Angeklagten wurde das Volk aufgewiegelt, die Mädchenmordenden,sexistischen Gestalten auszurotten. Die Eigenschaften des Wolfes lösen im Menschen eine gewisse Faszination aus. Sind da Schnelligkeit, Beweglichkeit, Blutgier, Grausamkeit, Kühnheit, Sein absolut feines Gehör ... jedoch trotz zahlreicher schrecklicher Eigenschaften auch die Klugheit, der Mut und der Familiensinn. Seine grausamen Merkmale haben ihn in Sagen berühmt gemacht ( wir denken nur an " Der Wolf und die 7 Geisslein ", " Rotkäppchen und der Wolf "...) Jedoch galt er in vielen anderen Länder als heilig oder als Vorbild.
Der Werwolf vereinte die Symbolik von " Haare, Mond und Blut ". Das wilde strubbelige Fell des Werwolfes rief in den Menschen zwar Angst und schrecken auf, jedoch erinnerte es sie auch an eine bestialische Sexualität die keinerlei moralische und ethische Grenzen kannte. Der Mond, der ohnehin geheimnissvoll erscheint, bedeutete das weibliche Unterbewußtsein und das Triebhafte. Das Blut steht für das Leben, Sexualität und das tierische Verlangen. Die Faszination trieb es sogar so weit, daß von einigen in komplizierten Ritualen versucht wurde dessen Gestalt anzunehmen. Auch die Literatur greift dieses Thema in der Geschichte häufger auf. Seit der Antike sieht man auch häufig die malerische Verarbeitung dieses Themas. Die Figur des Werwolfes begleitet die Menschheit in seiner gesammten Geschichte. Sie weißt immer wieder auf die bestialischen,wilden Züge hin, die in jedem Menschen vorhanden sein können und irgendwann mal aubrechen. Halt wie beim Werwolf bei Vollmond. Also ein Tier in uns.
Von vielen Forschern wurde das Phänomen beleuchtet. Ähnlich wie bei den Geistertheorien erklärte die Okkultistin Dion Fortune, daß Menschen nur aufgrund eines extrem starken Willens die Gestalt eines Werwolfes annehmen können. Nicht vergessen darf man, daß die Faszination des Werwolfes so weit ging, dass Menschen von sich selbst behaupteten welche zu sein und somit im Blutrausch morden zu müssen.
Nur ein Beispiel : 1541 behauptete ein wegen Mordes angeklagter Bauer, dass er ein Werwolf sei und das Fell nach innen trüge. Die Richter liessen, um die Behauptung zu prüfen, ihm Arme und Beine abtrenne.
Das Ergebniss: es wurde nichts gefunden und der Bauer starb. Frankreich ist übrigens das Land, in dem sich die meisten Werwölfe aufzuhalten schienen. Zwischen 1520 und 1630 wurden 30.000 Monster verzeichnet. Die meisten wurden hingerichtet.
Der Werwolfglauben basiert teilweise auch auf menschliche Erkrankungen wie den Wolfsmenschen, deren ganzer Körper bedeckt von Haaren einem tierischen Wesen ähnelt. In der Psychologie gilt der Begriff Lykanthropie für Menschen, die unter dem Wahn leiden, sie wären ein Tier oder würden sich in ein solches Verwandeln.In den Umkreis der Lykanthropie gehören auch die zahlreichen, der klassischen Psychiatrie bekannten Beispiele vermeintlicher Wölfe, Katzen, Hunde usw. Ja man spricht in verschiedenen Ländern gar von verschiedenen Tierphänomenen. Unter anderem gibt es da den We - Bär, Wer - Hund, We r- Fuchs usw.
In Österreich ( 1921 ) gab es einen Fall eines japanischen Mädchens , das von einem Fuchs besessen, die Verhaltensweisen eines Fuchses zeigte. Jedoch hatten auch Geschehen bei denen Kinder von Wölfen aufgezogen wurden, für viel Aufsehen und Mutmassungen gesorgt. Laut des Glaubens solltens solche Menschen sich auf allen vieren fortbewegend in den Dörfern einfallen und Kinder rauben um diese zu fressen.
Gemeinsamkeiten gibt es auf alle Fälle. Beide sind Nachtgestalten, durstig nach Blut und eine ganz besondere Spezies mit ganz besonderen Kräften. Man glaubt dass Beide Knoblauch nicht ertragen können, ebenso wie das Sonnenlicht. Der Werwolf jedoch soll mit Silberkugeln zu besiegen sein, während dem Vampir ein ein Pflock ins Herz zu rammen sei. Ein Vampir kann seine Art weitergeben durch seinen " Kuss " ( je nach Auffassung ) ein Werwolf ebenso.
Bram Stokers Dracula war an den Händen mit einer Art Fell ausgestattet. Nicht selten verfließen Vampir und Werwolfmythos in einer Figur. Einen großen Unterschied gibt es jedoch. Der Werwolf ist ein Mensch der zu einer bestimmten Zeit jagen muss. Der Vampir ist allerdings halt ein Vampir, Unsterblicher der nur des Nachts aus seiner " Gruft " auferstehen kann. Jedoch hat man sehr oft angenommen, daß eine Werwolf nach seinem Tode zu einem Vampir wird, falls man keinen Exorzismus oder ähnliches anwenden würde. Wie immer sind die Menschen gespalten. Die Einen behaupteten dass Werwölfe die argsten Feinde der Vampire sind und diese auch töteten. Die Anderen halten sie für Artgleich, wieder andere meinen dass Werwölfe Leichen seien die wiederauferstehen. Der Wolf als Symbol des Todes wird in vielen Aberglauben aufgezogen. Nicht selten dachten die Menschen dass, wenn sie einen Wolf heulen hören würden dies ein Zeichen des bevorstehenden Todes sei. Eine These sagt aus, dass der Werwolf ein Diener des Vampirs sei. Oder jedoch dass beide aus einer Familie stammen und mit der Zeit die Vampire die Werwölfe verdrängten und ihren Platz einnahmen, so dass sie sich, wenn es ihr Wille ist in Wölfe verwandeln können.

Bloody Mary
Bloody Mary soll vor hundert Jahren tatsächlich gelebt haben und an den Folgen eines Unfalls gestorben sein. Ihr Gesicht wäre von den mannigfaltigen, blutenden Schnittverletzungen total entstellt gewesen. Eine Legende besagt, dass man sie herbeirufen kann, wenn man sich vor einen Spiegel stellt und ihren Namen singt. Sollte die Lady im Spiegel erscheinen, dürfte kein Lichtstrahl ihr Antlitz erhellen, da man sonst selbst einen ähnlich gelagerten Unfall erleiden würde.
Den Nachforschungen von Patty A. Wilson zufolge, birgt das Beschwörungsritual durchaus psychische Gefahren. Nach dem Partyspiel bekamen einige der Mädchen hysterische Anfälle, andere wiederum leiden seitdem an Angstzuständen, sobald sie in einen Spiegel schauen.
Dass die Erscheinung „ Mary “ heisst, könnte auf die englische Königin Maria I. aus dem Hause Tudor zurückgehen, die 1553 den Thron bestieg und einige hundert Protestanten als Ketzer verbrennen ließ, was ihr den Beinamen „ Bloody Mary “ ( die blutige Maria ) einbrachte. Denkbar ist auch, dass die Urheber der Gruselstory das katholische Mariengebet „ Hail Mary “ ( Gegrüßet seist du, Maria ) sprachlich zu „ Hell Mary “ abwandelten. Wie auch immer: „ Bloody Mary “ oder „ Hell Mary “ ist eine in den USA seit Jahrzehnten sehr populäre „ Campfire Tale “ – eine gruselige Geschichte fürs allabendliche Lagerfeuer im Ferienlager. Sie bedient sich des klassischen Märchenmotivs vom Spiegel als Tor zur Geisterwelt ( „ Spieglein, Spieglein an der Wand …“ )
Übrigens das Getränk Bloody Mary soll auch nach der englischen Königin Maria I. Tudor benannt worden sein. Diese hatte aufgrund ihrer blutigen Protestantenverfolgung im 16. Jahrhundert diesen Beinamen von ihrer Nachfolgerin auf dem Thron, Elisabeth I., erhalten.
Mittlerweile gibt es weit über 100 der unterschiedlichsten Ritua l- Versionen, um das Gespenst herbeizurufen.
Hier ein paar Beispiele:
Variante 1:
Um den Geist in unsere Dimension zu locken, begeben sich einige Mädchen in einen dunklen Raum, starren in einen Spiegel und rufen in einer Art Sing-Sang 13 mal: " Bloody Mary ".
Variante 2:
Die Jugendlichen versammeln sich in einem stockfinsteren Zimmer, zünden eine Kerze an und singen 3mal, 6mal, 9mal, zeitweise auch 100mal im Chor: "Bloody Mary".
Variante 3:
Die Teenager treffen sich in einem abgedunkelten Raum, drehen sich wie kleine Kreisel, rufen nach dem Geist von Mary und schauen nach jeder vollen Umdrehung flüchtig in den Spiegel.
Variante 4:
Wieder darf kein Tageslicht in die Räumlichkeiten fallen, doch diesmal weicht das Sprech-Ritual etwas ab. Die Mädchen singen: "Ich glaube an Mary Worth - Ich glaube nicht an Mary Worth - Ich hasse Mary Worth - Bloody Mary, komm zu mir - Bloody Mary, ich habe dein Baby", während im Hintergrund ein christliches Gebet gemurmelt wird.
Variante 5:
Eine kleine Gruppe glaubt, dass der Erfolg der Zeremonie vom Wochentag abhängig ist und zelebrieren Variante 1 nur an einem Freitag.

Nessie
Ungeheuer von Loch Ness, auch Nessie genannt, soll ein Tier oder eine Gruppe von Tieren sein, die in Loch Ness, einem See in Schottland in der Nähe der Stadt Inverness, leben. Nessie wird normalerweise als Seeschlange bezeichnet. Andere Quellen vermuten in Nessie einen überlebenden Plesiosaurus. Beschrieben wird das Tier mit einer Länge bis zu 20 Metern. Zusammen mit Bigfoot und Yeti ist Nessie wahrscheinlich das bekannteste Mysterium der Kryptozoologie. Es ist davon auszugehen, dass es sich um einen Mythos ohne realen Hintergrund handelt.
Allgemeines
Die meisten Wissenschaftler und sonstige Experten finden die aktuellen Beweise für Nessies Existenz unglaubwürdig und erklären sich solche Berichte als Falschmeldungen oder Fehlbestimmungen von gewöhnlichen Tieren. Regional ist der Mythos zu einer enormen Einnahmequelle geworden, da der See heute eines der Hauptziele für den Tourismus in Schottland ist. Während der Saure - Gurken - Zeit tritt das Ungeheuer regelmäßig als Schlagzeile in der Presse auf.
Geschichte angeblicher Sichtungen
Sichtungen vor 1800
* 565 Die erste bekannte Erwähnung des Seeungeheuers. Im „ Life of St. Columba “ ( lateinischer Originaltitel: „ Vita Columbae “ ) des Abtes Adamnan ( * 623/24; † 23. September 704 ), einer Beschreibung des Lebens des St. Columban von Iona wird beschrieben, wie der Heilige das Leben eines Pikten rettete, der im River Ness angegriffen wurde. „ Columban machte das Kreuzzeichen in die Luft und rief den Namen Gottes an, während er dem wilden Tier befahl: Nicht mehr weiter ! Berühre ihn nicht ! Zieh dich sofort zurück ! Als das Tier die Worte des Heiligen hörte, floh es vor Angst, als ob es von Seilen von dort weggezogen würde, obwohl es nur eine kurze Entfernung vom Mann weg gewesen war. “
* 1527 Duncan Campbell erblickte am Ufer des Loch Ness ein schreckliches Ungeheuer.
* 16. Jahrhundert Einer alten Chronik zufolge stieg ein riesiges Tier aus dem Loch Ness und erschlug drei Männer.
* Um 1650 Der englische Chronist Richard Franck berichtete, das berühmte Loch Ness sei wegen seiner „schwimmenden Inseln“ bekannt.
* 1661 Bei Inverness wurde am 12. August ein schätzungsweise 3,50 Meter langer Stör beobachtet.
Wichtige Sichtungen nach 1800
* Weitere Sichtungen gab es zwar unter anderem 1872 und 1903, doch berühmt wurde das Wesen erst am 2. Mai 1933, als erstmals regionale Zeitungen von der Sichtung eines Ungeheuers berichteten. Die Zeitung Inverness Courier brachte einen Artikel über Einheimische, die „ ein riesiges im Loch tauchendes Tier “ gesichtet hätten. Der Bericht über das „Monster “ (ein vom Redakteur des Courier ausgewählter Name ) wurde eine Mediensensation: Londoner Zeitungen sendeten Reporter nach Schottland und ein Zirkus bot sogar eine Summe von 20.000 Pfund für das Einfangen des Monsters.
* Später im selben Jahr beschrieb A.H. Palmer, der Nessie angeblich am 11. August 1933 um sieben Uhr beobachtete, die Kreatur hätte ihren Kopf, den sie von vorne sahen, niedrig im Wasser. Sein Mund, der eine Länge von zwischen zwölf und achtzehn Zoll hätte, öffnete und schloss sich; seine maximale Mundöffnung wurde auf ungefähr sechs Zoll geschätzt.
* Das neue Interesse an dem Ungeheuer von Loch Ness wurde durch ein angeblich vom Chirurgen R.K. Wilson geschossenes Foto vom 19. April 1934 geweckt. Es scheint ein großes Tier mit einem langen Hals zu zeigen, welches durch das Wasser gleitet. Jahrzehnte später, am 12. März 1994, beanspruchte Marmaduke Wetherell für sich, das Foto gefälscht zu haben, nachdem er von der Zeitung Daily Mail angestellt wurde, Nessie zu jagen ( das Foto wurde damals als „ endgültiger Beweis “ gedruckt ). Wetherell gab auch an, dass Wilson das Foto nicht aufgenommen hat und sein Name nur benutzt wurde, um die Glaubwürdigkeit des Fotos zu erhöhen. 1993 hat ein anderer Mann auch schon für sich beansprucht, in eine solche Fälschung verwickelt gewesen zu sein.
* Nicht als einziger, aber als bekanntester „Nessie-Hoaxer“ verdient Frank Searle Erwähnung. Frank Searle, ein ehemaliger Soldat, tauchte im Juni 1969 am Loch Ness auf und beschäftigte sich zunächst in ernsthafter Weise mit der Suche nach Nessie. In seinen späteren Jahren, in denen er ein Hausboot und eine „Monster-Exhibition“ bei Lower Foyers betrieb, legte er häufiger eher zweifelhafte Beweise für die Existenz des Monsters vor. Darüber hinaus animierte er über die Jahre hinweg verschiedene junge Damen als „ assistant monster huntress “. 1985 verschwand Searle vorübergehend. Seit 1986 lebte der 1998 durch einen Schlaganfall gelähmte, unverheiratet gebliebene Searle allein mit seinen Katzen bis zu seinem Tod am 26. März 2005 in Fleetwood, Lancashire.
* Am 28. Mai 2007 wurde durch Gordon Holmes aus Yorkshire ein neues Video eines vermeintlichen Ungeheuers von Loch Ness aufgenommen. Darauf zu sehen ist ein etwa zehn Kilometer pro Stunde schnelles und circa 15 Meter langes, aalähnliches Objekt. Die Qualität des Videos gilt als ausgesprochen gut. Eine Fälschung des Videos wird derzeit auf Grund des auf dem Video sichtbaren Uferbereichs im Hintergrund als sehr unwahrscheinlich ausgeschlossen. Jedoch kann dieses Video nicht als Beweis für die Existenz "Nessies" gewertet werden. Eine Untersuchung des Materials läuft derzeit.
Theorien
Manche Berichte vom Erscheinungsbild des Monsters, einschließlich der historischen Berichte, weisen auf eine Ähnlichkeit zum ausgestorbenen Plesiosaurus hin. Das vorliegende Material dieser Kreatur aus dem Mesozoikum zeichnet ein Bild von einem großen Tier mit einem langen Hals und einem kleinen Kopf, das sich mit Flossen fortbewegt. Die angebliche Verbindung dieser Kreatur mit dem Monster von Loch Ness wurde zu einem bekannten Thema im Feld der Kryptozoologie. Doch sowohl die meisten Wissenschaftler als auch die allermeisten ernsthaften Kryptozoologen halten die Idee, das Monster von Loch Ness sei ein Überrest des Mesozoikum, für sehr unwahrscheinlich – es müsste eine große Kolonie solcher Tiere existieren, um die längerfristige Existenz zu sichern, und, im Zusammenhang mit der Tatsache, dass Plesiosaurier zum Luftholen an die Oberfläche müssten, würde das viel mehr Sichtungen ergeben, als momentan der Fall ist. Viele Biologen sind auch der Meinung, dass Loch Ness nicht groß oder produktiv genug sei, um selbst eine kleine Familie dieser Tiere am Leben zu erhalten. Auch viele andere Gründe, etwa die geologische Entstehung von Loch Ness nach der letzten Eiszeit, sprechen massiv gegen ein großes Reptil im See.
Andere Sichtungen passen nicht zum Erscheinungsbild der Plesiosaurier oder zu einem anderen Wassertier: Im April 1923 behauptete Alfred Cruickshank, ein drei bis 3,5 Meter langes Tier mit gekrümmtem Rücken und vier elefantenartigen Füßen gesehen zu haben, welches vor seinem Fahrzeug die Straße überquert habe. Andere mutmaßliche Sichtungen sprechen eher für kamel- oder pferdeähnliche Tiere.
Die Erklärungsversuche der Wissenschaft für die Ungeheuer-Sichtungen sind sehr unterschiedlich: Fehlerkennungen von Robben, springende oder dicht an der Wasseroberfläche schwimmende Fische, Wasservögel, Holzstämme, Luftspiegelungen oder unübliche Wellenmuster. Auch schwimmende Hirsche könnten für einige Sichtungen des Monsters mit aus dem Wasser gereckten Hals verantwortlich sein. Wahrscheinlich ist, dass jede dieser Erklärungen ihren Teil zu dem längst zum Massenphänomen gewordenen Monster-Mythos beigetragen hat.
In Flüssen in der Nähe von Loch Ness gibt es sehr große Störe, die aufgrund ihrer Größe und ihres ungewöhnlichen Erscheinungsbildes leicht für Monster gehalten werden könnten. Eine neue Theorie besagt, dass das „Monster“ nicht mehr ist als Sprudeln im Wasser, das durch kleinere vulkanische Aktivität am Boden des Lochs verursacht wird. Dieses Argument wird – zu einem kleinen Teil – unterstützt von einem Zusammenhang zwischen tektonischen Bewegungen und den Sichtungen.
Argumente
Argumente gegen die Existenz des Monsters
Ein typischer Fall für eine angebliche Sichtung mit unbefriedigenden „ Fakten “ über Nessie ist der Fall vom Oktober 1871: Bei diesem Ereignis beschrieb ein gewisser D. Mackenzie etwas, das sich zuerst langsam bewegte und sich dann mit höherer Geschwindigkeit entfernte. Zeugen sagten, das „ Monster “ hätte einen ( manchmal nicht nur einen ) Buckel, der wie ein umgedrehtes Boot aussähe. Diese Geschichte wurde an vielen Stellen wiederholt, doch niemals wird eine Originalquelle aus dem Jahr 1871 zitiert, was die Artikel in ein schiefes Licht rückt.
Im Juli 2003 sprach BBC von einer ausführlichen Untersuchung von Loch Ness, die von einem BBC-Team mit 600 Sonarstrahlen durchgeführt wurde, das aber keine Spur eines „ Seemonsters “ fand. Das BBC - Team schloss seinen Bericht damit, dass Nessie nicht existiert.
Das berühmte Foto von 1934 wird von manchen für eine Fälschung gehalten, basierend auf den Aussagen des Fotografen Marmaduke Wetherell kurz vor seinem Tod. Wetherell behauptete, das Foto, welches dem Monster viel Interesse zukommen ließ, wäre ein Foto von Ton, den man an ein Spielzeug-U-Boot angeklebt hätte. Schon vor Wetherells Aussagen hatten manche gemutmaßt, dass das Foto gar kein Ungeheuer, sondern einen Otter oder einen tauchenden Vogel zeigt. Es gibt allerdings zwei Fotos von 1934, die leicht unterschiedliche Posen zeigen, was zum Argument führt, dass die Fotos nicht auf diese Art gefälscht wurden. Andererseits sei hier auch zu bedenken, dass ein Modell aus Ton oder Plastilin sehr einfach geringfügig in der Pose abgeändert werden konnte, so dass der Eindruck einer Bewegungsserie entstünde.
Die neueste Erklärung zu den Fotos von 1933 und 1934 kommt von dem schottischen Paläontologen Neil Clark. Laut seiner Meinung sei das auf den Fotos abgebildete Tier nichts anderes als ein schwimmender Elefant des Zirkus „Olympia“ gewesen. Der damalige Direktor des Zirkus, Bertram Mills, setzte sogar ein Kopfgeld von 20.000 Pfund aus, wohl wissend, dass das „ Ungeheuer “ sich in seinem Zirkus befand.
Ebenfalls für Täuschungen, bzw Fälschungen bei vielen Sichtungen und Photographien sprechen die teilweise stark voneinander abweichenden Darstellungen von Nessie. Zuweilen wird der populäre „Plesiosaurus“-Typus mit langen Hals „gesehen“, teilweise auch der nicht minder populäre Typus der sich in Vertikalwindungen fortbewegenden „ Buckelseeschlange “, die beide vollkommen unterschiedlich sind. Unter allen Wirbeltieren bewegen sich lediglich einige Säugetiere wie Wale oder Otter mit vertikalen Bewegungen fort, aber keine einzige lebende oder ausgestorbene Art wäre in der Lage gewesen nach Art der „ Buckelseeschlange “ beim Schwimmen mehrere hintereinander liegende Buckel über der Wasseroberfläche zu erzeugen, was schon einmal die Existenz eines derartigen Wesens stark bezweifeln lässt.
Argumente für die Existenz des Monsters
Manche behaupteten, dass eine Geschichte der Sichtungen im Loch ein Indiz für die Tatsächlichkeit des Monsters seien. Man beachte, dass diese Aufzeichnungen stark angezweifelt wurden.
Als die Forscher damals den Loch Ness mit den Sonargeräten absuchten, fanden sie zwar nichts. Aber später gaben sie zu, dass sie nicht den gesamten Loch Ness, sondern nur 80% von diesem untersucht hatten und die Sonargeräte nicht weit genug entwickelt waren, um bis auf den Grund des Sees zu blicken.
In den frühen 1970ern erhielt eine vom US - amerikanischen Patentrichter Robert Rines geleitete Gruppe ein paar Unterwasserfotos. Eines war ein ungenaues Bild, vielleicht eine rhombenförmige Flosse ( andere sagten, es wären Luftblasen oder eine Fischflosse ). Auf der Basis dieses Fotos verkündete der Fotograf Sir Peter Scott 1975, dass der wissenschaftliche Name des Monsters „Nessiteras rhombopteryx“ lauten würde. Das würde die Aufnahme von Nessie im „ British register of officially protected wildlife “ bedeuten. Der Name ist allerdings ein Anagramm von „monster hoax by Sir Peter S.“, was möglicherweise der Skepsis von Sir Peter zuzuschreiben ist. Angesichts der vermuteten Ähnlichkeit mit den ausgestorbenen Plesiosauriern behaupten viele, das so genannte Monster von Loch Ness sei ein Saurier der Gattung Plesiosaurus.
Fangversuche
Oft wurde von professionellen Jägern versucht, „ Nessie “ zu fangen. Ein Fang wäre jedoch illegal, da „ Nessie “ bereits seit 1934 unter Naturschutz steht.
Quellen
1. Interview mit G. Holmes
2. Bericht bei ORF
3. Artikel auf sueddeutsche.de
Literatur
* Harald Gebhardt und Mario Ludwig: Von Drachen, Yetis und Vampiren - Fabeltieren auf der Spur. BLV-Verlag, München 2005
* Ernst Probst: Nessie. Das Monsterbuch Mainz-Kostheim 2003,
* Monika Hauf: Nessie - Das Ungeheuer von Loch Ness, Bohmeier Verlag
Verfilmung
* 2007 Mein Freund, der Wasserdrache beschäftigt sich mit der Entstehung der Legende von Nessie
* 2003 Incident at Loch Ness
* 2001 Beneath Loch Ness
* 1996 Nessie - Das Geheimnis von Loch Ness
* 1981 The Loch Ness Horror
Weblinks
* Loch Ness Livecam
* Genese des Loch Ness Monsters 1933 - 1934